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MDR überträgt 2. Live-Konzert auf das iPhone

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mdrapp.jpgEnde Januar das Tocotronic-Konzert, in drei Tagen die Brit-Awards-Gewinnerin Ellie Goulding. Der MDR bemüht sich weiterhin seine Gebührengelder auch für innovative Projekte einzusetzen und hat nun die zweite Live-Konzert Übertragung auf das iPhone angekündigt. Zu empfangen über die kostenlos erhältliche Anwendung Sputnik 2 (AppStore-Link) soll das Radiokonzert mit Ellie Goulding am 8. Mai ab 21h sowohl als Video als auch im Audio-Stream an das iPhone ausgeliefert werden.

Im Gegensatz zum Tocotronic-Auftritt sendet der MDR diesmal nicht aus den hauseigenen Studios in Halle, sondern überträgt das Konzert aus dem Alten Theater (Magdeburg) via Satellit direkt auf die Applikation.

Sollte der Testlauf reibungslos über die Bühne gehen, wird der MDR die gleiche Technik auch beim Sputnik Springbreak Festival einsetzen und die Auftritte der Headliner von Jan Delay, The Prodigy und den Fantastischen Vier aufs iPhone streamen.

Mittwoch, 05. Mai 2010, 11:45 Uhr — Nicolas
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  • wicked! hört sich nicht schlecht

  • Ellie Goulding ist wirklich spitze!

    Aber wann ist jetzt der Beginn des Konzerts? 20h oder 21h?

  • Ist es nicht toll, wofür Gebührengelder verschleudert werden? So viel zum Thema „Grundversorgung“. Ich hoffe, alle werden sich bei der nächsten Gebührenerhöhung genau so freuen, wenn MDR und Co wieder mal mehr Geld benötigt…

  • Sry aber das es Live ist macht es auch nicht besser…. Wenn man die Musik nicht mag hört sich für mich die Möglichkeit besser wie das letzendliche Konzert an ;)

  • Christian Schubert

    Hierher verlinkt worden vom Sputnik-Chef persönlich. Und an diesen dann auch gleich die Frage:

    Wie vereinbart sich der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit der exklusiven Unterstützung der Mobiltelefone eines (!) Herstellers? Gibt es nun Gebührenzahler erster und zweiter Klasse? Was ist mit denen, die z.B. generell mobiltelefon-frei leben (wollen)? Und wie / wann gedenkt der MDR, die Grundversorgung mit Sputnik – also die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung auf UKW – sicherzustellen? Letztere Frage muß dann leider sogar der Chef an seinen Chef weitergeben, aber das sollte er ruhig mal tun. Die Antwort ist uns der MDR nämlich immer noch schuldig, während er auf UKW mehrfach flächendeckend das Schundprogramm Jump verbreitet.

    • Die Anmerkung in Richtung Apple vs. Programmauftrag ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Andererseits dürfte es für die ARD, will sie angesichts der rasenden Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen nicht den Anschluss verlieren, schwer sein, immer zu warten, bis für alle Hersteller, alle Geräte, alle Plattformen die entsprechenden Tools zur Verfügung stehen, um damit Inhalte wirklich genießbar zu verbreiten.
      Die Frage nach den Menschen, die gerne ohne Handy leben wollen, ist hingegen ein bisschen seltsam. Erstens überträgt der Sender das Konzert auch auf seinen UKW-Frequenzen und auf seiner Homepage, zweitens würde man die Macher einer Fernsehshow auch nicht fragen, wie sie ihre Arbeit gegenüber denjenigen rechtfertigen, die ohne Fernseher leben wollen. Die ARD steht vor der Herausforderung, ihren Umbau zu einem modernen Mediendienstleister quasi am offenen Herzen vorzunehmen, und ebenso wie die Gesellschaft diese Entwicklung nicht auf homogene Art vollzieht, sondern Jüngere hier schneller sind als Ältere, Technikaffine schneller als diesbezüglich eher zurückhaltend eingestellte Menschen, müssen die Ö.-R. auch das Recht haben, bei den notwendigen Gehversuchen auch zwischendurch auf einzelne Pferde zu setzen, um dabei Erfahrungen zu sammeln.
      Sputnik versteht sich als Multimediaprogramm und hat vom MDR explizit den Auftrag, hier mit experimentellen Projekten für das Haus Pionierarbeit zu leisten. Für mich, dessen Mediensozialisation zu einem Großteil am Rechner stattgefunden hat, ein nachvollziehbarer und mit meinen Rundfunkgebühren durchaus vereinbarer Weg.

      • Christian Schubert

        > Andererseits dürfte es für die ARD, will sie angesichts der rasenden
        > Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen nicht den Anschluss
        > verlieren, schwer sein, immer zu warten, bis für alle Hersteller,
        > alle Geräte, alle Plattformen die entsprechenden Tools zur Verfügung
        > stehen, um damit Inhalte wirklich genießbar zu verbreiten.

        Ich mag veraltet sein, aber das Tool für Rundfunk heißt Radio. Ist es denn wirklich soweit, daß man schon teure Mobilfunkverträge (ich mag mich irren, aber für lau gibt’s das iPhone doch nun wirklich nicht) abschließen muß, um Radio zu hören? Für mich sind solche Aktionen wunderbare Werbung für Apple (setzt meinetwegen RIM oder Nokia oder sonstwen ein, aber halt eben immer spezielle Anbieter), aus Gebührengeldern finanziert. Und da hört bei mir dann wirklich der Spaß auf.

        > Die Frage nach den Menschen, die gerne ohne Handy leben wollen,
        > ist hingegen ein bisschen seltsam.

        Finde ich gar nicht. Wäre ich nicht beruflich zu diesem Ding (das mir übrigens bei jeder Nutzung sofort massive Kopfschmerzen beschert) gezwungen, dann hätte ich keins. Und damit nicht diese ständige Verfügbarkeit, dieses Leben im Minutentakt, diese Kontrollierbarkeit. Gut, ich habe begrenzten Einfluß darauf. Nachts ist mein Telefon ausgeschaltet, auf Reisen ebenso. Es bleibt dennoch der reminder an ein rastloses Leben. Diejenigen in meinem Umfeld, die kein Mobiltelefon besitzen (gibt es!) sind sozial deutlich gesünder unterwegs. Die haben Familie statt elektronischen Fußfesseln.

        > Erstens überträgt der Sender das Konzert auch auf seinen UKW-Frequenzen

        … und damit weder in Sachsen noch in Thüringen, denn da hat Sputnik keine UKW-Frequenzen. Formell deshalb, weil sich die Staatskanzleien beider Freistaaten dagegen wehren, dem Programm UKW-Frequenzen zu gönnen. Sie tun das faktisch seit 1993 – und noch heute mit der gleichen hirnrissigen und unsinnigen Begründung. Offiziell ist man sich allerdings zumindest in Thüringen nicht zu schade, ganz offen die mögliche Konkurrenzsituation zu den Kommerzfunkern als Grund anzuführen. Da haben Lobbyvereine gute Arbeit geleistet – und die UKW-Landschaft ist eine Wüste, in der Schwachmaten schauderhafte Programme für Schwachmaten senden.

        Andererseits kann ich seit längerem nicht mehr anders, als dem MDR selbst Desinteresse in dieser Frage zu attestieren. Man bekommt keinerlei Indiz dafür, daß der MDR irgendetwas unternehme, endlich Sputnik wenigstens in den Universitätsstädten (Jena, Erfurt, Dresden, Leipzig, Ilmenau, … ) auszustrahlen. Seit Jahren geht das so. Ein Empfang ist also nicht ohne weiteres möglich – in Jena fehlt Sputnik z.B. auch auf UKW im Innenstadtkabel.

        > und auf seiner Homepage

        …wenn man DSL hat. Und dann in Bitraten, die ich als nicht akzeptabel erachte.

        > zweitens würde man die Macher einer Fernsehshow auch nicht fragen,
        > wie sie ihre Arbeit gegenüber denjenigen rechtfertigen, die ohne Fernseher
        > leben wollen.

        Schon klar. Aber „Hörfunkprogramm ohne Radio“ war hier nicht das Thema (das wäre nämlich die Äquivalenz), sondern „Hörfunkprogramm via Mobiltelefon“. Die TV-Macher müßten sich die Frage ebenso gefallen lassen, wenn sie nur noch Livestream im Internet anböten.

        > Die ARD steht vor der Herausforderung, ihren Umbau zu einem modernen
        > Mediendienstleister quasi am offenen Herzen vorzunehmen

        Auch wenn das Wort „Mediendienstleister“ vielleicht cool und zeitgemäß klingt, ich erwarte schlicht und einfach, einen Rundfunksender, den ich bezahle, auch in der Region, in der ich ihn bezahle, im RADIO hören zu können. Dort läuft aber nur Schund.

        > und ebenso wie die Gesellschaft diese Entwicklung nicht auf homogene Art
        > vollzieht, sondern Jüngere hier schneller sind als Ältere, Technikaffine
        > schneller als diesbezüglich eher zurückhaltend eingestellte Menschen

        Ich halte mich mit Mitte 30 nicht für zu alt und ich bin naturwissenschaftlich ausgebildet und durchaus Technik-begeistert. Ich frage mich bloß, was an quäkigem Magerbitraten-Sound aus markstückgroßen Schallwandlern (das Wort „Lautsprecher „kommt mir da schwer über die Lippen), für den ich auch noch horrende Vertragsgebühren entrichten soll, einen wie auch immer gearteten „Fortschritt“ darstellen soll. Radio hört man mit einem Radio – am besten über eine gute Stereoanlage.

        > müssen die Ö.-R. auch das Recht haben, bei den notwendigen
        > Gehversuchen auch zwischendurch auf einzelne Pferde zu setzen,
        > um dabei Erfahrungen zu sammeln.

        Ok, stattgegeben. ;-)
        Als Feldversuch lass ichs gelten, interessant isses allemal.

    • Lieber User,

      lange vor der iPhone/ iPodtouch-App besaß MDR SPUTNIK bereits eine Applikation („SputnikMobile“) für die meisten gängigen Handys. Diese kann man sich direkt und kostenlos auf sputnik.de herunterladen. Eine Android-App befindet sich in der Testphase und steht kurz vor der Veröffentlichung. Wir setzen also nicht auf nur einen Hersteller.

      SPUTNIK-Radiokonzerte werden generell über UKW gesendet sowie ins Netz gestreamt. Einige Konzerte auch als Videostream. Das Internet wird mobil – also ist es konsequent, mit Gebühren finanzierte Programme allen Nutzern (auch mobil)zugänglich zu machen. Wenn man so will, sind Smartphones die neuen Kofferadios ;-).

      Die Verbreitung unseres Programms übers (mobile) Internet ist für MDR SPUTNIK sehr wichtig, weil wir nur über wenige Frequenzen in Sachsen-Anhalt verfügen. Unser Auftrag ist es, eine junge, auch mobile Zielgruppe mit einem multimedial aufgestellten Jugendkultur-Programm zu erreichen. Es mutet ein wenig bizarr an, wenn der ARD einerseits vorgeworfen wird, keine jungen Leute mehr zu erreichen und man ihr andererseits das Internet möglichst verbieten will.

      Viel Spaß beim Konzert und mit unserer App!

      Gruß in die Runde

      Eric Markuse, Programmchef MDR SPUTNIK

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