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Kaufen und Dichtmachen: Google übernimmt Text-Verkürzungsdienst Wavii

News 19 Kommentare

Nur wenige Tage nach der Yahoo-Übernahme des intelligenten Text-Verkürzungsdienstes Summly, hat Google heute die Akquisition des direkten Mitbewerbers Wavii bestätigt.

Ähnlich der News-Analyse von Summly, hat auch das Wavii-Team an der Optimierung einer alltagstauglichen “natural language processing”-Applikation gearbeitet, mit der sich lange Online-Texte lesefreundliche und weitgehend ohne Informationsverlust verkürzen ließen. Ein Angebot, das jetzt eingestellt wurde. Damit zieht Google nur zwei Tage nach den ersten Übernahme-Gerüchten nun den Stecker.

Momentan ist davon auszugehen, dass sowohl Yahoo als auch Google die Algorithmen zur Text-Vereinfachung in ihre Online-Angebote integrieren werden. Yahoo hat Summly bereits in die ausschließlich in den USA erhältliche Yahoo-App integriert. Google, so spekuliert Mattr Brian, könnte die Wavii-Technologie zudem dazu nutzen, sich nach dem geplanten Aus des Google Readers am 31. Mai, stärker auf eine neue Präsentation von News-Angeboten zu konzentrieren.

wavii

So wären zukünftig Dienste denkbar, die nicht mehr nur Anreißer aus Suchergebnissen listen (siehe Google News), sondern auch deren Inhalte, bereits leicht verdaulich vorbereitet, zum direkten Zugriff anbieten.

With Google looking to shut down Google Reader on July 1st, today’s announcement suggests the company has a strong desire to bring its news reading in-house. Unlike Yahoo, Google doesn’t offer a dedicated news application for smartphones or tablets, but it’s possible we could see Wavii’s technology used to process the millions of articles and blog posts flowing through Google News, delivering more relevant summaries of the content within them.


(Direkt-Link)

Diskussion 19 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Na, das wirds dann in Deutschland wohl nicht geben.
    Danke liebe Regierung mit deinem Leistungsschutzgesetz :-*

    — kleiner Pirat
    • Das ist Googles antwort auf das LSG…
      Da es nicht dr Originaltext, sondern ein “eigener” Text ist greift das LSG nicht.

      — Micha
      • Sollte es wirklich so funktionieren, wäre das ein Geniestreich! Gefällt mir!

        — maeaeck
      • Wobei sich manche wohl doch erst mal drauf berufen (von wegen, Das ist aber unsere Quelle und wir sind Kinder!) werden.
        Wenns doch funzt, dann freu ich mich tierisch :)

        — kleiner Pirat
    • ich denke eher, dass diejenigen die jetzt schon meckern und Geld von Google für das zitieren haben wollen, dann erst recht auf die Barrikaden gehen, weil nicht vollständig zitiert oder sogar unerlaubt verändert wird. Da waren doch schonmal son paar Politiker, die dasselbe Problem hatten …

      — Dan
    • Eine Nachricht ist ja üblicherweise bereits eine verkürzte Zusammenfassung einer Begebenheit und nicht selten mit einem Sichtweise des Verfassers
      Das wird nun noch weiter verkürzt. Bleiben da nicht zwangsläufig Informationen auf der Strecke?
      Gerade bei politischen Nachrichten finde ich das problematisch.

      — Tomtom
      • wenn der Algorithmus so einfach zu verstehen wäre, wärs kein 15Mann Unternehmen, was von Google gekauft wurde …
        Also ein bisschen mehr Gehirnschmalz als “kürzen und hoffentlich is keine Meinung verloren gegangen” wird es schon sein ;)

        — Dan
  2. “Ich weiß nicht so recht, ich habe Zweifel, dass diese Algorithmen immer so gut funktionieren und nicht Dinge aus dem Zusammenhang reißen. Eine medizinische Onlinezeitschrift verfasst einen Artikel, irgendwo taucht das Wort “Erektion” auf und schon haben wir den Salat!”
    [Filtering]
    “[Ich] weiß nicht so recht, ich [habe] Zweifel, dass diese Algorithmen immer so gut funktionieren und nicht Dinge aus dem Zusammenhang reißen. [Eine] medizinische Onlinezeitschrift verfasst einen Artikel, irgendwo taucht das Wort “[Erektion]” auf und schon haben wir den Salat[!]”
    [Trimming]
    “Ich habe eine Erektion!”
    Verflixt! Schon ist’s passiert…
    (*SCNR* ;o) )

    — Pazuzu
  3. Mal gucken, was kommt, bin da sehr gespannt. Mac-User kennen die „Zusammenfassen“-Funktion ja schon lange (Text auswählen -> Rechtsklick -> Dienste -> Zusammenfassen), aber das arbeitet ja nicht semantisch.

    — Piet
  4. mir schmeckt das nicht…das wird u.U. wieder ein schritt in richtung degenerierung der sprache und birgt langfristig die gefahr der verkümmerung von sprachfertigkeit, so wie ich zb. gerade alles klein geschrieben habe, da es in der eingabe schlichtweg praktischer ist. :/

    — MacAlex24
    • Viel schlimmer finde ich, dass manche nichtmal wissen wie die einfachsten Worte geschrieben werden. “kam” wird mittlerweile gerne mit “h” geschrieben… Und was es nicht noch alles für einen Scheiss gibt. Dafür erfindet man dann eine Krankheit, statt die Leute büffeln zu lassen….

      — Free
      • wenn es genug Leute falsch schreiben wird ne Rechtschreibreform raus, also anstrengen Leute! -.-

        — Dan

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