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Hört auf zu jammern: 10 Punkte – Was ihr über Apples In-App Abos wissen müsst

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78 Kommentare 78

Ihr habt keine Lust mehr auf lange Aufsätze über mögliche Folgen der neuen iOS Abo-Richtlinien, habt genug frustrierte „Blogger“ gelesen die die immer gleichen Kritikpunkte an Apples In-App-Kauf Model zum x-ten mal besprechen und könnt – aus der Nutzer-Perspektive betrachte – Apples Ansatz, Abo-Anbieter jeglicher Art zukünftig dazu zu bewegen, den Abschluss ihrer Abos auch direkt vom iPhone zu ermöglichen, eigentlich etwas abgewinnen? Uns geht es ähnlich – bringen wir die relevanten Infos also noch mal auf den Punkt. Dem restlichen Geplänkel werden wir uns hoffentlich nicht mehr all zu lange aussetzen müssen:

  • Die Möglichkeit Einkäufe auch innerhalb einer bereits heruntergeladenen Applikation zu tätigen wurde von Apple mit Veröffentlichung des iOS 3.0 (im Jahr 2009) eingeführt und je nach Region als „In-App Purchases“ bzw. „In-App Kauf“ überschrieben.
  • Initial eher ein Flop, wollte Apple allen registrierten iPhone-Entwicklern so die Option bieten, ihren Kunden zu ermöglichen aus der Lite-Version einer iPhone-Applikation die Vollversion zu machen. Neue Level und virtuelle Güter lassen sich mit wenigen Klicks direkt in der Applikation shoppen und sparen den erneuten Gang zum AppStore.
  • Nach gut zwei Jahren veränderte Apple Anfang Februar 2011 den In-App Kauf Abschnitt der iTunes AGB erstmals und erweiterte das Modell des komfortablen Einkaufs um den Stichpunkt „In-App Abonnements“.
  • Wie der bisherige In-App Kauf steht auch das neue Abo-Modell allen iPhone-Entwicklern zum Einsatz zur Verfügung und lässt sich in Dauer, Preis und Umfang vom Entwickler frei konfigurieren. Mehrere Abo-Laufzeiten können zeitgleich angeboten werden.Der Nutzer kann entscheiden ob das Angebot automatisch verlängert werden soll oder nicht.
  • Entscheidet man sich für die automatische Verlängerung, wird der Betrag erst am Tag der Verlängerung vom eigenen iTunes-Account abgebucht. Sollte der Anbieter den Preis erhöhen, deaktiviert sich die automatische Abo-Verlängerung automatisch. Innerhalb der ersten 14 Tage können abgeschlossene Abos hierzulande wieder gekündigt werden.
  • Am 15. Februar führte Apple die neue Abo-Option offiziell in den AppStore ein. Die Ansage in Richtung der interessierten Entwickler war mehr als deutlich: „Wenn Apple einen neuen Abonnenten für die App gewinnt, erhält Apple einen 30-prozentigen Anteil; wenn der Verleger einen bestehenden oder neuen Abonnenten für die App gewinnt, behält der Verleger 100 Prozent und Apple verdient nichts.“
  • Etwas genauer kann man das Angebot an alle AppStore Verkäufer wie folgt formulieren: „Wenn Du irgendwo ein Abo anbietest und dieses Abo auch über eine iPhone-Applikation zugänglich machst, dann sorge dafür, dass deine Nutzer das Abo auch im iOS abschließen können. Wir bekommen dann zwar 30% deiner einnahmen – ohne uns hättest du wahrscheinlich aber auch nicht den zusätzlichen Abonnenten für Dich verbuchen können.“ Super für „Paules Gartenheft“ nicht ganz so profitabel für große Magazine wie den Spiegel. Oder doch? Hier spalten sich die Geister. Ausschlaggebend sind unter anderem Apples Richtlinien die dem aufmerksamen Leser hier und da noch etwas zu viel Interpretationsfreiheit gewähren.
  • Doch genauer betrachtet gilt Apples Modell für alle Dienste die monatlich bezahlt werden müssen. Auch dann, wenn die iPhone-Applikation nur als Zugabe gedacht ist. Last.fm bietet kostenpflichtige Musik-Abos an: 30% gehen an Apple. Readability möchte eine kostenpflichtiges Abo anbieten mit dem unterwegs markierte Texte später gelesen werden können: 30% gehen an Apple. Ihr bezahlt Dropbox um die erweiterten Speicherkapazitäten nutzen zu können und greift auch auf dem iPhone auf die Dropbox-App zu? Die Speicher-Anbieter werden das Abo-Modell demnächst integrieren müssen – 30% gehen an Apple.
  • Um es hier noch mal auf den Punkt zu bringen: Alle Software-Anbieter die in der letzten Woche, heute oder auch in zwei Monaten noch über Apples Abo-Modell jammern haben einen relativ wichtigen Punkt nicht verstanden:Apples iOS-Geräte bieten Mehrwert und vor allem mehr Kundschaft für euer Business-Modell. Ohne den AppStore wären eure iOS-Applikationen nicht möglich, ohne das In-App Kauf Modell gäbe es keinen einfachen Weg Mikro-Zahlungen zu empfangen.

Wenn wir von Dänemark nach Schweden über die Mautbrücke fahren, kostet die einfache Fahrt 60€. Punkt. Egal was wir im Kofferraum haben und egal wohin die Reise führt. Wenn uns der Preis nicht passt, müssen wir die Brücke nicht benutzen. Andererseits: So schnell und komfortabel konnte man die 15 Kilometer noch nie überwinden. Kurzum: Wir sollten uns einfach entscheiden und nicht zahlreiche Essays über das für und wieder der Mautbrücke verfassen. An dem Risiko das Bauwerk ins Wasser zu setzen haben wir uns auch nicht beteiligt.

Dienstag, 22. Feb 2011, 11:30 Uhr — Nicolas
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  • Hört doch auf mit der Wahrheit! Es ist viel einfacher mitzumeckern, wie sich eine eigene Meinung zu bilden oder sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen. Und da Apple grad der Lieblings-Buh-Mann ist, ist es eh besonders trendy, drüber zu motzen.

  • „Hört auf zu jammern“ und die Schreibweise am Anfang bin ich nicht von euch gewohnt! Naja ihrgendwie ein bisschen verallgemeinert, als ob alle so denken!

  • Anti sein ist doch voll hip gerade (ob’s Sinn macht oder nicht)

  • “Wenn Apple einen neuen Abonnenten für die App gewinnt, erhält Apple einen 30-prozentigen Anteil; wenn der Verleger einen bestehenden oder neuen Abonnenten für die App gewinnt, behält der Verleger 100 Prozent und Apple verdient nichts.”.
    Das verstehe ich nicht. Wann gewinnt Apple einen neuen Abonnenten, wann der Verleger?

    • Ich denke das heißt wenn man ein Abo über den AppStore abschließt bekommt Apple 30%. Wenn du aber ein Abo z.B. über das PC Programm also irgendwo nur nich im AppStore abschließt geht Apple leer aus.

    • Darüber bin ich ach gestolpert und habe es nicht verstanden. Wer trifft die Entscheidung und wo (an welchem Punkt des Verkaufsprozesses) wird sie getroffen?

      Mike

      • Variante 1: ich abonniere über den iTunes Store und da ich da schon angemeldet bin, genügen 3 Klicks und etwas Geld.

        Variante 2: ich gehe auf die Web Site des Anbieters und schau mir an, was ich da machen muss. Wenn ich noch nicht angemeldet bin, ist es also wieder eine Anmeldung und von da an hoffentlich ein auch überschaubares Prozedere, um an meinen Inhalt zu kommen.

      • Ich denke das Apple nur bei neuem Abschluß eines Abo’s provision bekommt. Sollte der Käufer verlängern bzw. später einmal verlängern bekommt Apple keine Proviosion.

  • Also ich find’s gut-habe einige Apps am Laufen (zB.Bong
    TV) die ich über In-App verlängere.Geht fix,keine Probleme.
    Kaufe mir regelmässig iTunes Karten,so habe ich noch einen besseren Überblick darüber,was ich im Monat so ausgebe.

  • Naja. Ersetzt mal den Namen „Apple“ mit „Microsoft“ und denkt an die Diskussionen um das Ausnützen von Marktmacht vor 5 Jahren. Natürlich hat Apple ein Ökosystem erdacht und erschaffen und es ist ein sehr gutes. Aber sie haben damit schon sehr viel Geld verdient und das wird auch so weitergehen. Jetzt muss man nicht mehr in Erfurcht erstarren. Natürlich soll Apple seinen Teil bekommen. Aber vielleicht wär auch der umgekehrte Blick erlaubt: wieviel ist mein iPad wert ohne die Inhalte von Spiegel&co? 30% sind SEHR viel, wenn man bedenkt dass apple dafür nix mehr tun muss. Die Magazine aber laufend produziert werden mûssen…

    • Du hast voll recht! Nur: Wer seht, der erntet! End of story.

    • Gerhard Uhlhorn

      Natürlich muss Apple nichts mehr tun, denn sie haben es bereits jahrelang vorher getan ohne was zu kriegen dafür.

      Das alles aufzubauen war die Investition, und jetzt etwas damit zu verdienen ist die Rendite. Und Apple bringt NEUE Kunden, die es ohne Apple gar nicht erst gäbe. Und nur für diese Neukunden, die Apple bringt, wollen sie eine Beteiligung.

      • Das ist Schwachsinn!

        Auch Altkunden werden dazu genötigt, über den In-App-Kauf zu abonnieren, da der andere Weg unnötig verkompliziert wird und die Verleger gezwungen werden, den gleichen Preis ausserhalb wie innerhalb des Systems zu verlangen.
        So kauft auch kein Altkunde mehr direkt beim Verlag, weil es viel zu umständlich und in keiner Weise vorteilhaft für den Kunden wäre.
        Das und das Verbot von Links innerhalb der App zum auswärtigen Bezug sind inakzeptabel.

      • Natürlich ist das Unsinn, hat ja auch ein bekennender heise-Troll verzapft.

    • Du hast etwas sehr wichtiges vergessen! Prozesse zur Verwaltung und die Serverstrukturen.

      Der Verleger braucht sich bei Apple nicht um Abrechnungen und Mahnungen und ggf. nichtbezahlen zu kümmern. Das verschlingt bei großen Firmen locker 30% der Marge. Somit würde ich das eher als Outsourcing betrachten und mich freuen, dass mir jemand diese lästige Arbeit abnimmt.

      • Das wäre hier aber aufgezwungenes Outsourcing und das kann es ja wohl nicht sein! Das muss jeder Verlag für sich entscheiden dürfen.
        Des Weiteren verwechselst du hier ein paar Dinge.

        Apple verlangt nicht 30% von der Marge, sondern 30% vom Preis.
        Das ist ein extremer Unterschied!

        Wenn die Marge bei einem Anteil von 40% liegen würde, dann würde Apple von diesen 40% ganze 80% erhalten!

        Also bitte nicht die Begriffe durcheinander werfen!

      • Äh 75% – hatte erst ein anderes Zahlenbeispiel!

      • Ja, generell hast du recht, ich sag ja nur, dass es nicht wirklich ein Nachteil wenn Apple die 30% für diese Dienstleistung verlangt. Wenn ich nen Laden aufmachen möchte muss ich da auch Miete zahle, auch wenn mein Kunde mir das Geld von zu Hause aus überweist.

        Im übrigen nimmt Apple gar keine 30 sondern etwa 40%

        Kosten 0,79€ Erlös 0,48€
        Kosten:1,59€ Erlös 0,97€

        70% Ebtwicklerausschüttung gibt’s nur für US Verkäufe

  • Wenn ihr für „eigene Meinungsbildung“ seid, dann müsst ihr auch akzeptieren, dass es andere Meinungen gibt und nicht permanent eine einseitige unkritische Meinung gegenüber Apple zu vertreten und die Gegenargumente für haltlos zu erachten. Wäre es wirklich so, würden sich die Wettbewerbsaufsichtsbehörden nicht damit beschäftigen, und die Betroffenen nicht derart besorgt zu der Thematik äußern.

  • Auf den Punkt gebracht mit 100% Wahrheit :-)
    Danke!

  • Die Frage ist nur, ob es der Mitbewerb auch so „hart“ löst. Wenn ja, dann ist es kein Problem. Wenn nicht, denke ich schon, daß es Apple massiv schaden könnte. Wenn sich zb große Verlage Android oder MS zuwenden… abwarten.

    • Dafür bräuchte der Mitbewerb eine wettbewerbsfähige Plattform und die hat er noch nicht. Das Businessmodell bzw. der Preis ist nicht da alleinige Kriterium. Zur Zeit kann sich kein Anbieter leisten den Apple-Markt zu ignorieren. Sobald sich das ändern sollte muss Apple reagieren. Ich an Apples Stelle würde mir jetzt schon Konzepte überlegen für diesen Fall und würde dann wieder ein ganz neues Konzept einführen, das den Markt wieder komplett verändert.

      Mike

    • Allein der Marktanteil im Bereich Smartphone und Tablet PC sollte Dir klarmachen, das rein wirtschaftlich kein Verleger diesen Schritt durchführen wird.

      • Die wettbewerbsfähige Plattform ist längt vorhanden: ipad-optimierte HTML5-websites. Dahin wird der Trend, zumindest bei Verlagsangeboten, gehen. Dann mit dem Safari-Browser diese Angebote nutzen und Apple ist komplett raus aus der Nummer. MIt der sinkenden Attraktivität von iTunes verliert Apple dann auch einen wichtigen USP. Ob es dann noch chice Anzeigenkampagnen der Medienanbieter mit Apple-Produkten geben wird, wage ich auch zu bezweifeln. Die Chancen, das Apple sich verzockt hat, sind nicht gerade klein.

  • Top Bericht! Anderer Schreibstil als gewohnt, aber richtig gut! Weiter so!

  • Was man vieleicht diesem Beitrag noch hinzusetzen könnte: Apple macht sich zum einen auch die arbeit die apps zu checken auf Viren etc. und desweiteren liegen die Apps auf Apples Server und belasten deren Trafik. Ich gönn Apple diese 30% (Ausrufezeichen)

    • Naja, die überprüfen die Apps NICHT! Die haben ein Programm, dass nach Viren sucht und dann ist das fertig. Sonst würden so Abzocke-Apps nicht in den Store kommen! Oder 200 Taschenlampenapps, die alle samt ausm Store gehören!

  • Naja, die Fähre geht auch ganz gut…

  • Man könnte noch erwähnen, dass das auswärtig bezogene Abo nicht günstiger angeboten werden darf, als das Abo, welches per App bezogen werden kann.

    Das ist ein wichtiger Punkt, der die Apple-Politik meines Erachtens fragwürdig macht.

    Allen anderen Punkten stimme ich im Grunde zu, aber den Verlagen die Preispolitik in der Weise zu beschränken, ist nicht annehmbar!

  • Es gibt kein Gartenheft von Paul. 

  • Sehe ich das richtig: wenn ich einen in-App-Kauf tätige, dann burzeln von meinem Geld 30% aufs Konto von Apple und 70% auf jenes vom App-Anbieter.
    Wenn er etwas außerhalb anbietet, bekommt der App-Anbieter 100%, aber
    er muß sich um die Zahlungsabwicklung kümmern, ev. eine Website betreiben, korrekterweise eine Rechnung ausstellen und einiges mehr.
    Da relativieren sich die 30% für Apple wieder.
    Oder liege ich da falsch?

    • Dafür wären vllt. 5% angebracht!
      Das ist doch alles automatisiert und wird „Nicht-Apple-Kunden“ ja auch angeboten und wird somit sowieso bereitgestellt. Das rechtfertigt keine 30%!

    • So sehe ich das auch. Aber die „ich will alles umsonst“-Konsumgesellschaft da draussen, die von innerbetrieblichen Abläufen und Kosten nicht die geringste Ahnung hat, will das nicht verstehen.
      Hätte ich eine so große und mächtige Plattform, auf der ich meine Güter mit so wenig Aufwand vertreiben könnte, würde ich gerne 30% meines Gewinns abtreten… Und dann auch noch für Folgeaufträge, für die ich garnichts mehr tun müsste? Ein Traum würde wahr!
      Aber solche Diskussionen führe ich ständig mit Kindern, Langzeitstudenten und Gewerkschaftsmitgliedern… Ein Kampf gegen Windmühlen, da alle keine Ahnung haben, wie Wirtschaft funktioniert.

      • Einfach nur undifferenziert und falsch!

        1. treten die Verlage nicht 30% ihres Gewinnes ab, sondern 30% des Umsatzes.
        Das hat hier schon einer falsch verstanden und dies zeigt grundlegende Mängel im Wissen über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge!

        2. Ist so eine Äusserung „würde ich gerne 30% meines Gewinnes abtreten“ total unsachlich und undifferenziert. Kennst du die Kostenstrukturen der verschiedenen Verleger? Die bieten die Abonnements sowieso an und die Abwicklung ist automatisiert.
        Da ist der Mehraufwand für mehr Abonnements nicht wesentlich größer.
        Leverage-Effekt sei dir mal als Stichwort genannt und das bei einer Dienstleistung, die sowieso fast ausschließlich durch Fixkosten getrieben sind. Von daher ist 30% vom Umsatz abtreten schon extrem unrentabel für die Verleger

        Dies Zeigt wiederum, dass du die BWL nicht verstanden hast.

      • Eben. „Die bieten die Abonnements sowieso an und die Abwicklung ist automatisiert.“
        Deswegen 30% vom Umsatz. Wenn ich 30% vom Umsatz als Gewinn hätte, wäre ich froh. Deswegen schrieb ich ja auch „vom Gewinn“.
        Abgesehen davon bin ich Inhaber eines Großhandels. Versuch also bitte nicht, mir was beizubringen…
        So, bin jetzt raus, der Rest (nicht du, Peter. Mit dir scheint man ja noch diskutieren zu können. Danke dafür.) wird mir hier zu unqualifiziert, das ist nicht gut für meinen Blutdruck.

  • Es ist doch ganz einfach. Wenn die App-Macher ihre Abos parallel im AppStore und anderweitig anbieten, nur im AppStore teurer, wird man sehen wie es sich entwickelt.

    Sind die User bereit für den komfortablen In-App-Abo-Kauf mehr zu bezahlen? Oder sind die App-Macher bereit zweigleisig ihre Abos anzubieten und den Mehraufwand in Kauf zu nehmen?

    Egal wie man es dreht oder wendet, die Zeit wird zeigen was Programmierer und User aus dieser Funktion machen…

    • Eben nicht!
      Denn Apple verbietet es, die Abos anderweitig günstiger anzubieten!
      Und das ist der Knackpunkt, der nicht akzeptabel ist!

      • Ich dachte es war bisher nur die Rede davon, dass Apple will, dass ein Abo auch im AppStore angeboten werden muss. Davon dass der Preis gleich sein muss hab ich bisher nix gelesen…

      • Und hier wird es einfach zu einer Ausübung von Marktmacht, die Apple betreibt.
        Warum sollte ein App-Käufer den Umweg über die Verleger-Seite gehen (manuell im Browser eingeben, sich dort registrieren, die Zahlung darüber abwickeln und jeweils die Daten laden u.s.w.) wenn es diesen Service per In-App-Kauf zum gleichen Preis gibt? Und das macht Apple doch ganz bewusst genau so. Warum sollten die sonst sogar die Links zum Verleger verbieten?

        Das ist einfach nicht mehr im Sinne der Political-Correctness, die Apple immer vorgibt zu betreiben. Jetzt wird Apple Mainstream und verhält sich auch dementsprechend Markträuberisch! ;)

        Im Übrigen bin/war ich ein großer Apple-Fan, aber je größer Apple wird, desto kritischer sehe ich das Verhalten Apples.

        Ich fühle mich wie im Knast!

  • Wird Apple nun auch jede Ausgabe eines Magazins nach Titten, Ärschen etc. filtern, zensieren laut ihren Richtlinien?

    Bedeutet das ich bekomme meinen Spiegel 2-3 Wochen später, wenn er geprüft ist von Apples Zensoren?

    Ist doch alles dann in einer App (keine Web Applikation) und für Apps gibt es doch strenge Richtlinien. Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

  • Ersteinmal: Sehr netter Bericht, bringt alles auf den Punkt *thumbsup*

    Was ich mich in dieser ganzen Debatte aber frage:

    Wäre es den Publishern erlaubt, ein Abo für z.B. 20€ als In-App Purchase zu verkaufen,
    Das gleiche Abo aber auch für 20€ außerhalb des Stores, dafür dann aber dannzusätzlich noch mit anderen Goodies? Beispielsweise (weil klassisch:) Gutscheine, Sachpreise etc ?

    Ginge dies oder verstößt das dann gegen die Klausel, die besagt, dass die Preise innerhalb und außerhalb gleich sein müssen?

    • Das würde mich auch sehr interessieren. Dazu nennt Apple auch meines Erachtens nichts in den Richtlinien. Das wäre ja ein Punkt, an dem Zeitungsabos ansetzen könnten. Im Sinne eines „Mehrwerts“ beim Abschließen direkt beim Anbieter.

    • „Inhalteanbieter („Magazine, Zeitungen, Video, Musik, etc.“), die Abos außerhalb ihrer Apps verkaufen, müssen diese auch als In-App-Abo anbieten.“

      So lese ich das immer wieder!

      Wenn es hier heisst „diese“, dann müssen die Abonnements gleich sein und ich kann hier nur das gleiche Abo zum gleichen Preis anbieten und nicht die Leistung variieren!

  • Der Punkt ist, dass Apple 30% abkassiert UND Aboanbieter gezwungen sind AUSSERHALB verkaufte Abos zum gleichen Preis zu verkaufen.

    SBB Tickets, Sirius, Amazon Books, etc GOOD BYE

    DAS GEHT NICHT – Android ich komme!!!

  • Ich finde es unerträglich, dass Apple die Entwickler dazu zwingt den Abschluss oder die Verlängerung eines Abos auch über iTunes abieten zu müssen. Selbst dann wenn mit der App ein Dienst genutzt wird der auch ausserhalb von iOS zur Verfügung steht und mit anderen Geräten nutzbar ist.
    Die Zeche dafür zahlt sowieso nicht der Entwickler sondern wir der Endnutzer. Die Preise für solche Angebote werden einfach insgesamt steigen.
    Aber noch habe ich Hoffnung das die EU hier Apple mal einen Strich durch die Rechnung zieht.
    Apple ist mittlerweile schlimmer wie Winzigweich.

    • Volle Zustimmung – hier ist die Politik gefordert – ohne zu wissen, wer Winzigweich ist! ;)

    • nun ja, auf dem 1. Blick muss ich dir recht geben, aber auf dem 2. dann wohl doch nicht. Zumindestens muss man da wohl etwas differenzieren. Zum Beispiel hätte ich ohne einen iPad gar kein Interesse mir die Zeitschrift XY zu abonnieren, so dass ich erst durchs iPad überhaupt die Zeitschrift lesen mag. Sprich der Verleger hat mich nur durch Apple als Kunden, da ist es meiner Meinung nach durchaus Legitim, dass Apple an mir mitverdienen will.
      Das Gleiche gilt natürlich dann auch für Apps, wie zB bei WhatsApp. Da wird bei Android nach einem Jahr auch eine jährliche Gebühr fällig. Wenn die Macher das nun auch beim iPhone einführen, sehe ich da auch keine große Probleme, dass Apple da auch was an dem Abo verdienen will. Immerhin hätte ich ohne mein iPhone die App ja nie genutzt, wäre also kein WhatsApp Kunde.
      Zum Teil gilt das auch für Amazon Kindle. Da ich kein Kindle habe, bin ich nur wegen iPad da Kunde. Aber für Leute die einen Kindle haben und die Bücher nur eben auch übers iPad lesen wollen, dass da dann 30% an Apple gehn, ist in der Tat etwas fragwürdig. Der Kunde wäre auch ohne Apple Kunde von Kindle.
      Zusammengefasst kann ich sagen, dass die 30% bei Apps durchaus angebracht sind, wenn der Kunde „nur“ durch ein Apple Prodkukt aquiriert wurde. Ohne Apple hätte der Anbieter/Verleger den Kunden ja gar nicht, also ist es sehr legitim, dass Apple da seinen Anteil am Kuchen will und ich denke mal das wird für die meisten Menschen und Apps gelten. Also ist die 30% Abgabe mit Einschränkungen durchaus Verständlich.

      • Die undifferenzierte Argumentation kann ich nur zurückgeben.

        Laut deiner Argumentation müssten die Fernsehsender an die TV-Hersteller Abgaben zahlen, weil nur durch die Hersteller der Fernseher Werbung zu den Sehern transportiert werden kann: genauso Radio u.s.w.!

        Zudem müssten Tankstellen dem Autohersteller Abgaben zahlen, weil diese ohne das Auto kein Kunde der Tankstelle wären. Also bitte…

        Wo wären wir denn, wenn Microsoft von allen Spieleherstellern 30% des Verkaufspreises verlangen könnte und die Entwickler hierzu zwingen würde? Genauso Playstation, Nintendo u.s.w.?

        Die Argumentation kann doch nicht dein Ernst sein!

        Zudem ist die Grenze nicht ersichtlich. Wie viele Kunden abonnieren das Handelsblatt auf dem iPad und bestellen die Handelsblatt-Papierausgabe ab? Auch hier kassiert Apple.
        Und deshalb ist die Politik von Apple nicht zu dulden, weil dem Service kein Nutzen in entsprechender Höhe ggü. steht.

        Letztendlich ist dies innerhalb der Plattform noch zu dulden, wenn auch schon zu hinterfragen, ob 30% angemessen sind; da wo Apple den Verkauf ausserhalb der eigenen Plattform aber beeinflusst und beeinflussen möchte, grenzt jegliches Verständnis von einem fairen Markt und hier ist die Politik gefordert, Apple die Grenzen aufzuzeigen.
        Apple darf nicht die Preise ausserhalb der App diktieren bzw. beeinflussen!

  • Apple wird die 30% nicht durchhalten können. Für Apps ist es OK, für Abos aber nicht.

    Weil bei jeder Art von gestuftem Modell (Apps 30%, Abos 15%) komische Effekte auftreten werden (alle Apps werden kostenlos, nur die Abos kosten noch), macht es für Apple IMHO am meisten Sinn, wenn sie das preislich staffeln: Also z.B. 30% bis 5 Euro, danach nur 15%. Abos würden für die Gesamtlaufzeit zählen (also 12 Monate à 5 Euro sind ein 60 Euro Zahlung). Das ist dann ein Modell, wie es andere Online-Zahlungsanbieter auch haben. Und es ist auch logisch, weil jede Zahlung hat Geld kostet. Anders gesagt: 30% bei Apple bei Apps von 0,79 Cent sind sehr wenig, viel weniger als ich z.B. bei ClickandBuy und anderen zahle. Bei 30% für das 79 Euro Navigon ist Apple aber sehr teuer.

    Google wünsche ich übrigens viel Spaß beim Abwickeln von Payment im Dollarbereich mit 10% Provision. Das ist nicht im Leben kostendeckend.

  • Dieser Beitrag erinnert mich irgendwie an das hier:

    http://www.youtube.com/watch?v.....HmvkRoEowc

    Sorry ist aber so. Ich find´s teilweise auch überzogen, gerade ich als Endverbraucher interessiere mich nicht so sehr dafür (Verantwortung abgeschoben) Aber ich kann nicht behaupten, dass die Kritiker jetzt weniger Recht haben. Es ist umstritten und dabei bleibt es leider auch. Da hilft auch kein Machtwort. Der Markt wird´s am Ende regulieren

  • Aus meiner Sicht liegt schon das Problem in der Jobs-Formulierung „Wenn Apple einen Kunden bringt..“

    Tatsache ist doch, dass der Anbieter die Apps immer noch selbst programmieren und den Content selbst bereitstellen und bewerben(!) müssen. Der besondere Mehrwert liegt wirklich nur im Zugang zur App durch den AppStore und der Abrechnung über den iTunes Account.

    Vielleicht ist es ja auch teuer für Apple mit dem Gutscheinsystem, der Abrechnung usw. Aber dann sollte man wenigstens so fair sein, AppIn optional zu machen.

    Und wenn Apple die Kunden in die Apps bringt, wären sie sicher auch an allen Verkäufen über die eBay

  • Wenn eBay kommen würde und von jedem Nutzer 30 Prozent verlangen würde, dann wäre das Geschrei aber gross. Die könnten ihre Marktmacht auch ausnutzen. Bis ein anderer Anbieter so gross wie Ebay ist, würde einige Zeit vergehen, in der beide Seiten verloren hätten. Ebay würde kurzzeitig zwar mehr verdienen aber Kunden verlieren und die Kunden müssten auf mehreren Plattformen suchen. Irgendwann wäre aber ein Mitbewerber so gross, dass sich alles dorthin verlagert.

    So wird es mit Apple auch passieren. Jetzt sahnen die mal kurz ab, aber die Verlage werden auf Dauer Alternativen suchen und diese in den anderen Geräten, die nach und nach immer besser werden, finden. Und dann kann Apple entweder schnell zurückrudern oder steht als Verlierer da. Zur Zeit kann Apple halt seine Marktmacht ausnutzen. Das geht aber nicht für immer gut.

  • Wie Pro ist das denn ??

    Danke apple.

    Danke

  • Selten so einen provokativ dummen Artikel gelesen. Ohne jeglichen journalistisch, kritischen Denkansatz, zu dieser immer mehr um sich greifenden, fragwürdigen Restruktionen von Apple.

    Aus dem einstigen „Think different“ ist wohl mittlerweile eher ein „Maul halten & abnicken“ geworden.

  • bei mir war es genau andersrum: ich hab mich nen SCHEISS fürs iphone interessiert, bis ich als last.fm-musik-fan entdeckt habe das es auch eine App fürs mir bis dahin fast unbekannte Ei gibt… und ich fand die vorstellung im Park zu sitzen und last.fm zu hören unheimlich spannend.

    ich hab mir seinerseits also NUR wegen last.fm nen iphone gekauft, Italien import, 800€ hat mich der spaß gekostet – und initial hat Apple an mir mit nun natürlich zahlreichen Apps und Itunes-Musikdownloads durchaus ein nettes Sümmchen verdient

    es sind die APPS die das iphone zum lifestyle produkt machen, nicht andersrum. nicht Apple bietet den Firmen eine Plattform ihre Produkte anzubieten, sondern die Produkte sind der Anreiz sich diese Plattform zu kaufen – und vor allem auch bei ihr zu bleiben!

    • Ausnutzung von Marktmacht nennt man das wohl!

      Gäbe es nur einen Software-Enwickler oder Verleger und zahlreiche Gerätehersteller mit Geräten dieser Qualität, würden die Gerätehersteller wohl für die Inhalte zahlen müssen!! ;)

  • Werden hier kritische Anmerkungen auch noch zensiert? Passt wirklich zu Mapple. genauso armselig

  • Hallo ifun Team!
    Diese Stimmungsmache Eurerseits ist ungewöhnlich und sollte eher zum Nachdenken anregen!
    Obwohl ich Eure Art, die Dinge zu formulieren, immer unterhaltsam und amüsant finde, behaltet das unbedingt bei!

  • VIELEN DANK!!!
    …liebes ifun-Team. besonders in den späteren kommentaren zu diesem artikel werden interessante aspekte angesprochen. ich würde mich freuen, wenn alle von euch gelesen würden – und dementsprechend von euch demnächst berücksichtigt würden.
    ich wollt immer einen objektiven/seriösen/journalistischen eindruck machen, wäre toll, wenn ihr dann auch die „leserbriefe“ berücksichtigt.
    danke.

  • Wenn sich die Verlage entscheiden Abos nicht so anzubieten, dann betrifft es uns. Wenn sie es tun, kann es aus Verbrauchersicht völlig egal sein, welcher Bandit sich das Geld wie aufteilt. Die Abos der großen Verleger sind sowieso nicht wirklich attraktiv oder kostengerecht.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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