Artikel Gizmodos Prototypen-Story zieht Hausdurchsuchung nach sich
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Gizmodos Prototypen-Story zieht Hausdurchsuchung nach sich

88 Kommentare

Das die Prototypen-Berichterstattung der Kollegen von Gizmodo ein rechtliches Nachspiel haben würde, schien bereits kurz nach der Veröffentlichung des Scoops relativ sicher. Das das angeblich gefundene iPhone der vierten Generation jedoch für eine Hausdurchsuchung und die Beschlagnahme etlicher Rechner, des für den Artikel verantwortlichen Redakteurs herhalten würde, hatte wohl niemand auf seinem Notitzblock. Wie auch immer. Drüben auf Gizmodo läutet man aktuell die nächste Runde der Prototypen-Saga ein und berichtet von einem (bereits am Freitag) erfolgten Polizei-Besuch bei Gizmodo-Autor Jason Chen.

search.png

Neben USB-Sticks, drei MacBooks, mehreren externen Festplatten und einem Dell-Rechner, hat die auflaufende Polizei mit einem iPad und einem etwas älteren iPhone wieder den Rückweg zur Wache angetreten.

Einen Scan aller, für die Hausdurchsuchung relevanten Unterlagen gibt es hier. Wir melden uns erneut, sobald die laufenden Ermittlungen für erste handfeste Ergebnisse sorgen.

Diskussion 88 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Ich habe nun viel gelernt – wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einen Apple-Prototypen finde…

      — Expertenmeinung
      • Ok, dann setze ich mich mal ins Hofbräuhaus und warte ab, was passiert! :)

        Die Nerds von Apple vertragen offenbar nix, kann ja nicht lange dauern, oder???

        — Expertenmeinung
  1. Das is ja mal krass. Bin mal gespannt, was die Durchsuchung, bzw. das, was sie evtl dabei finden, wieder nach sich zieht.

    Aber ich hätte niemals gedacht, dass es SO weit kommt 

    — Metalfreak
    • Was hätte denn sonst kommen sollen? Das, was da passiert ist, ist ganz klar ein Eigentumsdelikt und erfüllt mindestens den Tatbrstand der Unterschlagung Oder noch schlimmer? Wie hätten die Behörden denn sonst reagieren sollen…?

      — Dirk Peter Küppers
      • In Bayern kann man als Kunde, der sich von einer Metzgerei-Verkäuferin einen Wurscht-Zipfl “dazugeben” läßt als Hehler verklagt/verurteilt werden …
        (War gestern die Story im Radio), also Augen auf beim iPhone Kauf ;-)

        — Scalissimo
  2. Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen läuft aber in Deutschland sieht man nach einer Beschlagnahmung seine Hardware nicht mehr wieder… (vielleicht nach zig Jahren)

    min3z

    — min3z
    • Hm soweit ich weiß kann man seine Sachen wieder einfordern, natürlich mit Begründung und ein wenig hin und her… Und natürlich nach abgeschlossener Beweislage…

      — daTobe
    • Ist natürlich grober Unsinn:
      1. Sind diese Geräte geklaut oder als Tatmittel genutzt worden (z. B Kipo damit geladen) werden sie eingezogen.
      2. Sie können als Beweismittel sichergestellt und ausgwertet werden zb. um emailverkehr zu sichern. Dann werden sie wieder ausgehändigt.

      — Peter
      • Das Problem ist oftmals, dass Leute die Platten verschlüsselt haben – dann werden sie nicht geknackt und eben solange gelagert bis es ein Mittel gibt sie zu knacken. Es steht den Leuten natürlich frei der Polizei das Passwort zu sagen ;)

        Wurden alle Daten auf einer Platte erst einmal gesichtet (und war nix interessantes bei) dann kriegt man wieder!

        — nexfraxinus
      • Hallo Norman,
        in Deutschland gilt grundsätzlich, dass der Wohnungsinhaber bei der Durchsuchung der Wohnräume, was eine strafprozessuale Maßnahme darstellt, Anwesenheitsrecht hat. Darüberhinaus hat er das Recht einen Zeugen hinzu zu ziehen, etwa seinen Nachbar. Da es aber vielen Betroffenen unangenehm ist, übernimmt häufig ein Bediensteter der Stadt diese Funktion. Allerdings kann der Wohnungsinhaber in besonderen Fällen des Ortes verwiesen werden, wenn er etwa die Maßnahme der Ordnungshüter gröblich stört…
        Schöne Grüße:)

        — Pasch
  3. schade um die mac books, aber das is schon heftig das die soweit gehen.
    dürfen die das bei sowas eigtl einfach so?

    — andi
      • Nein das nennt sich offiziell Fundunterschlagung. Diebstahl ist die “vorsätzliche Wegnahme einer beweglichen Sache”. Das dürfte auch in den USA so sein. Das ist natürlich in 1000 Jahren kein Diebstahl.

        Ziel der Durchsuchung ist wohl eindeutig den Finder in der EDV ausfindig zu machen. Die Geräte werden ausgelesen und wieder ausgehändigt.

        Wer den Fall betrachtet: offenbar hat der ehrliche Finder angeblich sogar Apple kontaktiert und wurde nicht ernst genommen, dann hat er es erst verkauft. Zweifelhaft ob dies überhaupt strafbar ist. Mögl. wäre aber auch Hehlerei durch Gizmoto.

        — Peter
      • Hier gehts nicht um Fundunterschlagung. Da wird überprüft, ob ein Apple-Mitarbeiter unter der Hand einen Prototypen weitergegeben bzw. verkauft hat, also Verrat von Betriebsgeheimnissen und Veräußerung von Firmeneigentum. Kann heftig werden.

        — Klaus Brenner
      • genau!!!. also dann ist apple schon selber sau blöd… was soll er denn sonst machen nen schild um sich hängen mit:”Eh apple ich habe euren Prototyp bitte nimmt mich ernst!” und damit duch CA laufen???

        — Fummy
  4. Na hört mal Leute… Was habt ihr erwartet? Es geht hier um ein Millionen Geschäft! Allerdings ist es ja wohl ein Beweis dafür das an der ganzen Story was dran ist!

    Lg

    — daTobe
  5. Soweit ich weis, hat die Seite gegen geltendes Gesetz verstoßen, als die das iPhone gekauft haben. Von daher nicht wirklich verwunderlich.

    Für die Seite ist das aber so ziemlich die beste Werbung überhaupt.

    @min3z
    Ne, das stimmt sicher so nicht. Man beschlagnahmt ja, um beweise sicher zu Stellen – aber wenn man das gemacht hat, müssen die das Garantiert wieder rausrücken. Vorallen, wenn mit den Teil keine Straftat begangen wurde.

    — Erytheia
  6. Hoffen wir mal, dass es auf den Rechnern nicht noch sog. “Zufallsfunde” gibt und der Blogger es ansonsten mit dem Urheberrecht ernst genommen hat. Ist hier in D ja ein Problem. Beispiel: Da wird eine Hausdurchsuchung durchgeführt und plötzlich entdeckt der Polizist eine gebrannte CD/DVD im Regal – oh, oh…

    — Blümchen Marashi
    • Soweit ich weis, dürfen die bei durchstöbern nur nach Dingen suchen, die wirklich zur Anzeige etwas beitragen. Da er aber nicht wegen Urheberrechtsverletzung angezeigt wurde, is das wohl Schnuppe. Da sollten die ihm
      nix anhängen können.
      Selbst wenn der Durchsuchende den Behörden den entscheidenden Tipp gibt, was er natürlich nicht darf, ist ein Verdacht keinesfalls ein Grund für eine weitere Hausdurchsuchung ;)

      — Latexxl
      • Glaubst du im Ernst, dass falls die Staatsanwaltschaft etwas anderes findet, das gegen geltendes Recht verstößt (auch wenn nicht im Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen), beide Augen zudrückt???? Ich net…!!

        Hey, das ist die Staatsanwaltschaft höchstpersönlich und keine kleinen Dedektive!!

        — schimmi6
  7. Apple sollte über die PR froh sein und nicht auf ihnen Wohlgesonnene Blogger kloppen. So wird das Warten auf die 4.Gen. noch spannender. Im Gegenteil kann Apple mir einem zu scharf vorgehen viel von seinem erfrischendem Apfelfeeling verlieren, zumindest bei mir!!!

    — Thomas Hamburger
  8. Nachdem alle Informationen ausschliesslich von Gizmodo kamen, traue ich denen nicht mehr so richtig.
    Weder Apple hat von sich aus ein Statement abgegeben, noch die Polizei über Ermittlungen berichtet.

    — Paul
    • Kläger und Polizei kündigen solche Aktionen eigentlich eher weniger an und gewöhnlicherweise sind Hausdurchsuchungen auch kein Thema für die Presse.

      — Burn
      • VON Gizmodo FÜR Apple! Sie einen Beitrag weiter oben. Stimme Paul vollkommen zu. Von niemamden irgendwas, nur von Gizmodo…

        — Besserwisser
  9. Apple hat ja diesen Brief geschrieben, dass die ihr phone gerne wieder hätten. aber glaubt ihr das apple jmals ein statement abgeben würde? machen die doch sons tnicht, außer halt bei veranstaltungen die eine neue veröffentlichung betreffen. so ist das halt mit der geschäftspolitik

    aber es gibt doch ein statement von steve :-)
    http://www.youtube.com/watch?v.....jhta_KmPkE

    — Fufu
    • Apple hat in dem Brief geschrieben dass sie ein Device also ein Gerät wieder haben möchten. Sie haben aber nicht erwähnt dass sie den iphone prototypen haben môchten. Also keine Märchen erfinden mein Freund!

      — hellraver
  10. Und Apple braucht nicht einen Cent für die Werbung ausgeben.Das Ding wird sich wieder tausendfach von alleine verkaufen.Ein Traum für jeden Kaufmann ! !

    — Heitzer
  11. 1. Klar ist, dass jede Werbung (und gerade diese Form: umsonst u. in gewisser Weise “viral”) von einem Unternehmen wie Apple nur gerne gesehen wird. Apple lebt schon seither von dem Hype der Communities & dieser wird gerade ordentlich geschürt!
    2. Natürlich wird dieser Prototyp JETZT mit Gewissheit entweder das Endprodukt sein oder zumindest vom Design her ähnlich.
    3. Mal ehrlich: Hat dieser Prototyp irgendwas neues enthüllt? Das das iPhone 4G vllt. einen eingebauten Toaster hat? Nein, denn eigentlich alles war schon durch die genaue Untersuchung des neuen OS-Code bekannt geworden.
    (der kommende Punkt ist meiner Meinung nach der entscheidende)
    4. Das iPhone 4G wird das 3 Produkt sein, dass auf der enormen Welle des Hypes reiten wird bzw. reitet. Das Interesse für iMacs, MacBook und iPods war auch immer groß, aber kein Apple-Produkt hat die Neugierde so geschürt wie die iPhones.
    Jetzt mal bitte die Hand ganz fest auf’s Herz: Glaub wirklich jemand, dass ein “normaler” Entwickler (davon gibt es bei Apple ganz schön viele) einen iPhone Prototypen einfach so außerhalb der durch Apple kontrollierten Testumgebung mitschleppen kann – geschweige denn zum Saufen mitnehmen kann? Das bei den bisherigen iPhones kein Freund eines Entwicklers einen Internetanschluss und eine Digitalkamera hatte, oder nicht wusste wieso dieses iPhone sooo anders aussieht??? Ich denke nicht & Steve Jobs ist in dieser Hinsicht einiges/alles zu zu trauen.
    Wir werden sehen…

    — Julian
  12. Viral Marketing at its best, sowohl für/von Apple als auch für/von Gizmodo.

    Beeindruckend das sowas (die Hausdurchsuchung) nach dem Schlachtfest das Gizmodo gemacht hat (die gefühlten 1000000000000000 Berichte) noch Sitetraffic verursacht und die Leute es nicht einfach über haben und grübel ob das denn nun ALLES wirklich so war.

    — oliver
  13. Schön das man dafür soviel Energie und Geld auftreibt, solche Fälle mit einer Spezialeinheit zu verfolgen und andere Dinge die wirklich wichtig sind in den Hintergrund gedrängt werden.

    Bunch of weaklings

    — hellraver
    • die machen alles mit spezialeinheiten in amiland… Hatte mal nen paar berichte bei k1 gesehen. da hatten die ein der nen supermarkt überfallen hat auch mit nen spezialeinheit festgenommen….
      Amiland ist schießlich nicht ohne grund das land der unbegrenzten möglichkeiten…
      Ihr werdet sehen wenn apple das nächste mal nen iphone verliert dann wird die ganze stadt hermetisch abgeriegelt und die apple armee wird jede einzelne wohnung durchsuchen!!!!

      — Fummy
      • “nen” steht hier nicht für DEN sondern für “einer” bzw. “ein”

        …solche Kreationen sollte man trotzdem lieber bleiben lassen.

        — eltrash
  14. Gefährliches Halbwissen gepaart mit wilden Spekulationen. Herrlich!
    Hat noch jemand irgendwann mal irgendwas gelesen oder gesehen und jetzt das Fachwissen schlechthin?
    Scheint ja ‘ne Menge Hobbyjuristen hier zu geben. 

    — Mr. M
  15. Ich habe den Eindruck, dass es sich bei der Beschlagnahmung um eine Racheaktion handelt.

    Apple weiß genau, dass er nichts verbotenes getan hat und bestraft ihn mit unangemessener juristischer Verfolgung, um ihm möglichst hohe “Nebenkosten” aufzubraten.

    Die sollen lieber mal nachdenken, wem man derartige Prototypen in die Finger gibt. Auf Saufparties hat so etwas nichts verloren.

    — Jörg Kalisch
    • widerspricht sich doch schon selbst, oder? Wenn er nichts verbotenes getan hätte würde es wohl keinen Grund für ne Haussuchung geben…. Apple wird wohl kaum die Brfugniss dazu haben, oder?

      Und bevor jemand sich lustig macht, ja es heißt Haussuchung bei uns…

      — loepi
  16. “Das die Prototypen-Berichterstattung der Kollegen von Gizmodo ein rechtliches Nachspiel haben würde, schien bereits kurz nach der Veröffentlichung des Scoops relativ sicher. Das das angeblich gefundene…”

    Such’ nicolas, such’! Wo sind die (mind.) zwei Fehler (in so kurzem Text) versteckt?
    Ist es denn wirklich so schwierig? :(

    — MYTHOSmovado
    • Vielleicht war er mit den Apple-Jungs ne Halbe trinken, um auch mal an einen Prototypen zu kommen?! :)

      — Expertenmeinung
      • Ich weiss gar nicht, warum so viele die Rechtschreibprüfung (wo auch immer) kritisieren und abschalten? Viell. wegen der vielen roten Wellenlinien, die die schöne Wortgewalt “zerstören”, oder was?
        Bei Beitragsscheibern wie uns schüttle ich nur den Kopf und lass’ durch fehlende Kommasetzung und wirrer Gross-/Kleinsschreibung evtl. unlesbaren Text “links liegen”. Wenn aber (semi)-professionelle Redakteure so einen Rechtschreibmüll (und auch noch in der Meldung selbst) verzapfen, dann…
        Und am Ende muss man sich auch noch blöd anmachen lassen, weil man etwas gesagt hat. Kannst drauf warten. Gleich geht’s los. *duckundweg*

        — MYTHOSmovado
    • Aus einer eMail an einen Nutzer:

      [...] Wir sind keineswegs stolz auf die Fehler und freuen uns über jede konstruktive Kritik. Die Zeit allerdings, einen Dritten über die Beiträge lesen zu lassen haben wir schlicht nicht. Wir versuchen unserem und dem Anspruch unserer Leser gerecht zu werden, iPhone-relevante Informationen schnellstmöglich zu verbreiten. Dies geschieht rund um die Uhr und damit zwangsläufig nicht immer vom “Pult” aus sondern häufig sogar von unterwegs. Dieser Zeitdruck wirkt sich sicherlich nicht positiv auf Textform und Rechtschreibung aus, aber wir haben uns nunmal dafür entschieden, in erster Linie schnell zu sein.

      — nicolas
      • Ja, das wissen und schätzen wir. Aber grundlegende Rechtschreibung sollte auch unterwegs nicht “auf der Strecke” bleiben. Klingt immer häufiger nach einer Ausrede. Auf die Minute kommt es doch wirklich nicht an, oder?
        Und das Suchen und Einfügen dieser “Antwort” nimmt bestimmt mehr Zeit in Anspruch, als die angesprochenen Fehler zu korrigieren. Die stehen nämlich immer noch unkorrigiert da.
        Aber nichts für ungut – ihr müsst wissen, ob man Euch journalistische Fähigkeiten abnimmt, oder eben nicht. Einem Journalisten, auch wenn er schnell schreiben muss, passieren solche krassen Fehler normalerweise eher nicht.

        Tipp: Nehmt Euch diese eine Minute mehr Zeit, lest einfach nochmals (laut) über die Meldung – so zeigen sich meist schon die gröbsten Fehler… *latte*

        — MYTHOSmovado
  17. Eigentlich sollte Gimzmodo bzw. der Finder ne Rechnung an Apple stellen.
    Diese kostenlose Werbung vorab ist ja quasi unbezahlbar.

    — robbsen
  18. Wow jetzt geht es richtig zur Sache. Ganz ehrlich, ich weiß nicht ob das von Apple so eine gute Idee war. PR technisch müsste das eigentlich zum Desaster werden, jedem dem jetzt noch nicht klar ist das Apple nicht die nette, nerdige Firma ist haben sie aber sauber das Gehirn gewaschen.

    Versteht mich nicht falsch, ich liebe mein iPhone, aber der Mythos Apple sollte jetzt doch ziemlich in sich zusammen fallen. Schon klar das die Ihre Geheimnisse schützen müssen, aber wir reden hier von einem massiven Eingriff in die Grundrechte eines Bürgers.

    Und das obwohl (sollte die Story wahr sein) der Prototyp nicht gestohlen sondern von Apple verloren wurde. Egal ob das rechtlich wasserdicht ist, moralisch ist das nicht vertretbar. Recht haben und recht bekommen sind eben zwei unterschiedliche Dinge.

    — Florian
    • Hier geht es nicht um das arme Opfer Jason Chen. Gizmodo hat gewusst, dass es sich dabei um den erwarteten Prototypen handelt (“this is the new iPhone 4G”). Ebenso war ihnen klar, dass Sie das Gerät nicht von Apple kaufen. Dass das “finden” eines Gerätes kein Diebstahl ist stimmt schon, aber üblicherweise gibt man ein Fundstück dem Barmann. Oder bringt einen Apple-Prototypen in einen Apple-Store. Jemand der Fundgegenstände innerhalb von zwei Wochen verkauft ist meiner Einschätzung nach jedenfalls kein braver unbescholtener Bürger.
      In meinen Augen ist der Tatbestand der Hehlerei erfüllt – und schon rechtfertigt sich eine Hausdurchsuchung. Eventuell sieht Californien das ähnlich.
      lg :m

      — martian
      • Wie ich schon gesagt habe, das kann rechtlich durchaus wasserdicht sein, allerdings ist der Schutz der Wohnung schon ein ziemlich hohes Gut, ganz so einfach ist es also nicht (Ja ich weiß die Amis nehmen es mit den Menschenrechten nicht so genau).

        Aber Recht hin oder her, ich finde das Verhalten daneben und es zeigt Mal wieder das Apple ein Milliarden Dollar Konzern ist der alles tut um seinen Profit zu schützen.

        Vor allem eines ist Lustig: Es haben alle gewusst das Apple mit voller Härte zuschlagen wird. Im Grunde weis also jeder das Apple keinen Deut besser ist als Microsoft und Konsorten, nur zugeben will es keiner.

        Und um das Mal ganz deutlich zu sagen: Wenn Jason Chen nicht völlig auf der Brennsuppe daher geschwommen ist hat er sowieso gewusst was passiert. Trotzdem würde es Apple mal gut zu Gesicht stehen etwas kleinere Brötchen zu backen.

        — Florian
      • Woher sollen sie denn “gewusst” haben, dass es das neue iPhone ist?
        Hat Apple das vorher in irgendeiner Art bestätigt?
        Sie haben es also gekauft, weil sie gehofft hatten, damit ne große Story zu haben, das ist alles.

        — Claus
      • Das ist alles schön und gut, aber Apple hat keine Hausdurchsuchung durchgeführt. Apple hat sie auch nicht veranlasst. Das war die Polizei, hier geht es um _strafrechtliche_ Verfolgung. Alles, was Apple eventuell getan hat, war, dieses Delikt zur Anzeige zu bringen. Die Polizei (unter Anweisung des District Attorney) hat daraufhin die Wohnung durchsucht, das war allerdings einzig deren Entscheidung.
        Apple schlägt hier mMn gar nicht zu. Würden Sie den Vorfall nicht zur Anzeige bringen, dann ginge dieses Forum noch mehr in PR-Gag-Vorwürfen unter, und das zurecht.
        Die schlimmsten Apple-Glorifizierer glauben, dass es sich eben nicht um einen profitorientierten Konzern handelt sondern um eine Art gemütlichen Riesen der tolle Spielzeuge baut und dankenswerterweise verkauft (hält sich bei Kritikern genauso wie bei fanboys). Die moralische Messlatte, die bei Apple immer angelegt wird findet sich bei keinem anderen Konzern (“ich hätte nie gedacht, dass XY klagt”).

        Natürlich warte ich jetzt gespannt auf das Killer-Argument “dass das mit der Polizei ja in Amiland ganz anders läuft”. Ich habe ja hier in den Comments schon von der Apple-Armee gelesen also liegt es nahe, dass auch die Polizei dem Illusionskünstler Jobs loyal untergeben ist. Nicht.

        — martian
      • @ Claus:
        Sie haben also $5000 gezahlt für eine “vielleicht-Story”? Wie ich bereits geschrieben habe: Gizmodo hat von Anfang an behauptet, dass es sich um das echte iPhone 4G handelt (da war es noch nicht einmal in deren Besitz).
        Nebenbei: selbst wenn es kein iPhone gewesen wäre sondern ein chinesisches Replikat wäre es Hehlerei.

        — martian
      • Wenn das mit den Gerichten so schön und eindeutig wäre, dann hätte die Welt kein Problem ;). Bei genauerer Betrachtung wird mal allerdings (leider) feststellen das bei so Themen wie Hausdurchsuchung etc. gerne Mal mit zweierlei Maß gemessen wird.

        Zu glauben Apple würde nur die Anzeige erstatten und könnte auf den weiteren Verlauf der Ermittlungen keinen Einfluss nehmen ist reichlich naiv. Mit Beispielen wie mächte Personen / Konzerne etc. auf die Ergebnisse von Ermittlungen und Gerichtsverfahren Einfluss nehmen will ich hier gar nicht Anfangen (Dazu reicht der Platz nicht).

        Oder glaubt jemand im Ernst wenn er sein iPhone verliert und der Finder verscherbelt es bei eBay, dass dann ein Gericht beim Käufer eine Hausdurchsuchung anordnen lässt? (Selbst wenn die Lage so eindeutig ist wie im vorliegenden Fall)

        — Florian
      • Danke, dass du dieses Argument trotzdem gebracht hast! :D Ich vermute einfach mal, dass du dich mit dem amerikanischen Rechtssystem blendend auskennst und gaanz dicke mit einigen Richtern oder Staatsanwälten dort drüben bist. ;) Nein, sorry, ernsthaft, ich kann darüber nicht urteilen und die meisten hier wohl auch nicht.
        In deinem Fall glaube ich, dass nicht sein Haus durchsucht wird, sondern derjenige verhaftet wird. Das interessante an diesem Fall ist nämlich, dass es eine Solche Situation anscheinend noch nicht gab. Schließlich handelt es sich um einen Journalisten, der ja auch die Quelle (das heißt den Finder oder Dieb, such dir eins aus) kennt. Sollte die Durchsuchung dessen Identität zum Ziel gehabt haben, dann ist sie nach amerikanischem Recht nicht legal. DAS ist in Wahrheit die weitere Story, alles andere ist erst mal nur Mutmaßung.

        — martian
      • Solche Fälle gab es schon (z.B. ein eBay Käufer der wegen Hehlerei verurteilt wurde). Die Folge ist in der Regel das die Ware Beschlagnahmt wird und der Käufer eine Geldbuße erhält.

        Verhaftet wird hier garantiert niemand und auch keine Hausdruchsuchung angeordnet. Da flattert eine Vorladung zu einem ordentlichen Gerichtstermin ins Haus, sonst passiert gar nichts.

        Wenn die Person zum Gerichtstermin nicht erscheint, oder die Ware nicht herausrücken will, dann wird es vermutlich unangenehm.

        — Florian
      • Natürlich gab es solche Fälle, allerdings nicht mit dem von mir beschriebenen Szenario mit dem Journalisten. Der von dir geschilderte Verlauf ist so sicherlich in Deutschland üblich. In Kalifornien ist “Receipt of stolen property” unter umständen aber als “Felony” einzuordnen. Das bedeutet Gefängnisstrafe von mehr als einem Jahr. ( http://www.shouselaw.com/stole.....ml#penalty ) Oder halt Kaution stattdessen.

        — martian
      • Kurze juristische Klarstellung:
        1. Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmen etc. werden nicht von Apple, sondern der Polizei bzw. der Staatsanwaltschaft initiiert und durchgeführt.

        2. Hierfür ist nicht einmal eine Strafanzeige von Apple erforderlich, da die Staatsanwaltschaft beim Bekanntwerden einer möglichen Straftat zunächst grds. ermitteln muss! (Auch ohne Antrag)Daher ist zunächst das Handeln der Ermittlungsbehörden gänzlich getrennt werden von der Reaktion des Unternehmens Apple, sei es arbeitsrechtlich oder im Wege einer Schadensersatzklage.

        Alles klar?!

        — Der Anwalt
      • Die unverletzlichkeit der Wohnung aber schon. Und wie bei jedem staatlichen Handeln steht hier die Abwägung zur Debatte ob die schwere des Verbrechens einen Eingriff in die Grundrechte zulässt.

        Ich denke nein (das habe ich mittlerweile klar gestellt), aber der Richter hat hier offensichtlich anders entschieden.

        Das es sich hierbei übrigens um Diebstahl und Hehlerei handelt ist bisher reine Mutmaßung und wird sich ggf. vor Gericht bestätigen (oder auch nicht).

        — Florian
  19. Apple (Steve Jobs) machen sich lächerlich!!für mich steht jetzt fest,kein Apple Produkte kommen jetzt mehr ins Haus!! Man ist das ein Idiot

    — meti8
  20. Ich bin gespannt, wann das Restaurant verklagt wird, wegen “bewusster Beeinträchtigung eines Apple Mitarbeiters durch Rauschmittel”. ;)

    — Poldi
  21. Auch gefundene Sachen darf man nicht einfach behalten oder gar weiterverkaufen. Hier hätten wir (nach deutschem Recht, in den USA aber sicherlich genauso) immer noch eine Unterschlagung vorliegen. Das wird hier offensichtlich oft verkannt.

    Darüberhinaus wurde das Teil in einer Kneipe verloren. Nach deutschem Recht geht man davon aus, dass nun der Wirt Gewahrsam an dem Gerät begründet hatte. Dieses wurde durch den Finder gebrochen. Somit handelt es sich doch wieder um einen Diebstahl.

    Also liegt hier entweder ein Diebstahl, zumindest aber eine Fundunterschlagung vor. Beides ist und bleibt strafbar!

    Wenn ich nun eine offensichtlich eindeutig rechtswidrig erlangte Sache ankaufe, muss ich mir der Konsequenzen bewusst sein.

    Das Rechtsempfinden einiger hier befremdet mich doch sehr.

    — Kalli
  22. noch mehr Szenarien zum Spekulieren:
    1. Der Apple-MA hat das Produkt gar nicht mit Erlaubnis zum Saufen mitgenommen, sondern illegal und den Verkauf länger geplant! Dafür spricht, die handgemachte iPhone-HD Hülle im 3Gs-Look. Vielleicht selber gebaut um das Gerät rauszuschmuggeln. Dumm wäre dann aber nur, dass er diese Hülle mitvertickert hat. Dies hätte selbstverständlich eine Hausdurchsuchung zur Folge um herauszufinden, seit wann Kontakt mit dem Verkäufer bestand und wer wirklich der Verkäufer war.
    2. Es gibt kein Gary Powell als Mitarbeiter bei Apple, das war nur ein Fakename mit bewusst eingerichtetem Facebook-Account um von ihm abzulenken und die Story rund zu machen.
    3. Das ganze ist nur PR und Apple steckt dahinter. Ein “Geständnis” dass das Gerät das neue iPhone wird gab es nie, lediglich ein Brief (dessen Echtheit nie beglaubigt wurde) in dem steht, dass Apple erfahren hätte, dass Gizmodo im Besitz eines Stückes ist, welches Apple gehöre und sie dieses zurück haben möchten.
    4. Das ganze ist nur PR und Gizmodo steckt dahinter. Gizmodo hat die letzten Jahre immer wieder die enormen Hypes um das iPhone mitbekommen und beschlossen einen enormen PR-Gag in die Welt zu setzen um auf diese Hype-Histerie hinzuweisen und natürlich die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Die Erstellung von Videos, Fotos, Dokumenten von Apple sowie Dokumente für eine fiktive Hausdurchsuchung, einen Facebook-Account und natürlich die Erstellung eines vermeidlichen Prototypen aus der Designer Stube wären kostengünstig zu erstellen und nichts im Vergleich zu der erhaltenen Aufmerksamkeit und den Werbeeinnahmen.
    5. Das ganze ist tatsächlich echt und Steve Jobs tobt vor Wut, weil die PR-Maschinerie eigentlich schon anlief um Gerüchte zu streuen, das ganze aber jetzt nichts mehr wert ist weil ein dusseliger Mitarbeiter das iPhone versehentlich verloren hat. (Diese Variation lässt sich auch mit Variation 1. kombinieren).

    Ich bin gespannt wie die iPhone Next Generation Vorstellung abläuft, vielleicht so: “Eine Sache hab ich da noch: das iPhone HD, aber das kennt ihr ja leider schon” hahaha haaa haaa, das wäre ja sooo witzig. In jedem Fall wenn was an der Story dran ist, wird er darauf eingehen müssen. Oder aber er bleibt cool, zieht sein Ding durch und geht nicht drauf ein, denn auf den ersten Blick sehen alle sofort, dass die Story ein riesen großer Schwindel war.

    Immernoch spannend: wie die Serie “24″ oder noch besser passend “Lost” – hahahaa wie geht es aus? Das werden wir bei den Serien und hier bei dieser Story alles noch in diesem Jahr erfahren.

    — iPat
  23. Hier mal nen netter Spiegel Artikel über Apples paranoide Sicherheitspolitik:
    http://www.spiegel.de/netzwelt.....02,00.html

    Da ist zB ein Apple Ingenieur gefeuert worden nachdem er dem Apple-Mitgründer Steve Wozniak(!!!) 2 Minuten lang das iPad gezeigt hat (ein paar Stunden vor der offiziellen Vorstellung).

    Aber was soll man schon sagen, wir wissen schliesslich auch, dass zB in China die Menschenrechte mit den Füßen getreten werden und trotzdem machen alle mit diesem Land Geschäfte. Und zwar aus demselben Grund, der hier schon oft genannt wurde: “Hey, es geht schliesslich um viel Geld!”. :(

    Ja, auch ich hab nen iPhone und werde mir auch das nächste holen, aber einfach aus dem Grund, weil ich mit der Bedienung und dem Softwareangebot zufreiden bin und da noch keine echte Alternative gefunden habe.
    Aber ich bilde mir bestimmt nich ein, damit eine “coole” Firma zu unterstützen, DAS Bild haben sie schon lange verspielt.

    — Claus
    • heftig zu “wissen”, dass China die Menschenrechte mit Füßen tritt, alle mit dem Land geschäfte machen, weil es ums Gelds geht und Du am Ende das ganze noch unterstützt im dem Du das Produkt kaufst, oder? Aber Dein Grund ist ja nicht das Geld, sondern die vorteilhafte Bedienung und das Softwareangebot. Das stellt Dich moralisch natürlich viel besser dar als der schweinische und egoistische riesen Konzern namens Apple. Deshalb also kannst Du Dich noch im Spiegel betrachten und Nachts gut schlafen…

      Ich kann´s als iPhone besitzer im übrigen auch, aber weil ich Apple nicht als Verantwortlichen für die chinesische Politik sehe. Soweit ich weiß, ist es Apple die vertraglich vereinbart haben, dass die MA über den Landesdurchschnitt bezahlt werden, umweltfreundlicher produzieren als das es ihnen vom China vorgeschrieben werden würde und darüber hinaus gesundheitsgefärdete Sicherheitsvorkehrungen der Mitarbeiter ebenfalls weit über das Landesniveau hinaus vereinbart haben. Alles im allen geht es evt. nur darum eine schlechte Meinung zu vermeiden, denn das kostet Geld (Frag mal Nike), aber das Ergebnis zählt. Aber ganz ehrlich: Ich kauf das Gerät nicht wegen der zuvor genannten Gründen, sondern weil das iPhone derbe geil und super stylisch ist und mir alles andere scheißegal ist :)

      — iPat
    • Eine etwaige Arroganz geht deutlich aus der Umfrage hervor, die mich zum Kauf meines neuen (ersten) Macs begrüßte…man konnte nichts negatives ankreuzen und hatte die Auswahl zwischen “Cool und Leistung”.

      Klar, Apple Produkte sind Klasse…aber eben wegen der Leistung, dem Design und der Bedienerfreundlichkeit.

      Wegen dem Feuern des Ingenieurs…
      ich denke in jedem Apple Arbeitsvertrag findet sich eine Schweigepflicht Klausel…in etwa so, dass Produkte vor der offiziellen Keynote niemandem präsentiert werden dürfen. Na ja, VW, etc. haben auch solche Klauseln (als Beispiel, dass Getriebe auf eine bestimmte Kilometerzahl gebaut werden und danach kaputt gehen sollen). Egal…

      Aber ich denke mal eher, dass gegen den Gizmodo Mitarbeiter noch andere Verdachtsfälle vorgelegen haben könnten, denn sonst wäre nicht so viel beschlagnahmt worden. (Meiner Meinung nach)

      Aber ganz ehrlich: Lasst euch nicht verarschen!
      Der einzige Berichterstatter über den iPhone Prototypen, die Durchsuchung etc. ist Gizmodo! ich will nichts unterstellen, aber ein objektives Bild könnt ihr euch erst machen, wenn ihr alle Seite kennt! Könnte ja auch sein, dass Gizmodo ein wenig Rufmord gegen Apple betreiben möchte? keine Ahnung…vielleicht gab es ja auch keine Hausdurchsuchung?!?

      Solange es nicht offiziell bestätigt ist sollte der Artikel mit Vorsicht genossen werden

      — Max
  24. Ein hartes Eingreifen durch Apple würde, zumindest bei mir, einen unschönen und sehr negativen Aspekt auf das heiß ersehnte neue iPhone werfen. Firmenpolitik hin oder her, wir sind alle Menschen und sollte auch so miteinander umgehen. Gerade Apple hat in meinen Augen noch einiges vom Menschliche, nicht so wie Microsoft völlig “Fremdgesteuert” und kalt. Würde mich schon sehr treffen, wenn Apple auch in diese Richtung steuert.

    — Thomas
  25. Soweit ich weiß sind Redaktionsräume in den USA besonders geschützt und dürfen nur in “besonderen Fällen” durchsucht werden. Scheinbar wird Gizmodo nicht als Medienunternehmen anerkannt… wenn doch war’s auch ein Fehler der Polizei jetzt einfach eine Durchsuchun zu starten. Solche Fehler kann ich mir nur durch enormen Druck seitens Apple erklären. Inzwischen wurden die ermittlungen auf den beschlagnahmten Geräten auch “eingefroren” bis der Sachverhalt (Medium oder Freizeitblog) geklärt ist.

    — Andreas

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