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Bericht: Dropbox speichert bald nicht mehr in den USA

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19 Kommentare 19

Update 15:22 Uhr
Über seine PR-Agentur lässt der Cloud-Speicher-Anbieter vermelden, dass sich das „Infrastrukturangebot von Dropbox zur Speicherung der Daten in Deutschland ab voraussichtlich Q3/2016 an deutsche Unternehmenskunden richtet.“

dropbox

Original-Artikel von 14:35 Uhr
Nach bisher unbestätigten Angaben der Wirtschaftswoche will der Cloud-Speicher-Dienst Dropbox die Daten seiner hiesigen Bestandskunden zukünftig nicht mehr in den USA, sondern in deutschen Rechenzentren speichern.

Das Wirtschaftsmagazin beruft sich in seinem Exklusivbericht Dennis Woodside, der bei Dropbox das Tagesgeschäft leitet und zitiert: „Wir bauen eine entsprechende Infrastruktur zur Speicherung der Daten in Deutschland auf“.

Sollte sich Dropbox wirklich zu einem Standortwechsel entscheiden, wäre es das erste Mal, dass das Unternehmen seine Kundendaten außerhalb der USA ablegen würde. Bislang beantwortet Dropbox die Frage, wo die Kunden-Daten gespeichert und verarbeitet werden in seinem Datenschutz-Text wie folgt:

Weltweit – Für die Bereitstellung unserer Dienste werden die Daten an Standorten in aller Welt gespeichert, verarbeitet und übertragen, das heißt auch an Standorten außerhalb des Landes Ihres Wohnsitzes. Daten können auch lokal auf den Geräten, die Sie verwenden, um auf die Dienste zuzugreifen, gespeichert werden.

Wann genau die Umstellung vonstattengehen soll geht aus dem Bericht der Wirtschaftswoche nicht hervor.

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Mittwoch, 10. Feb 2016, 14:35 Uhr — Nicolas
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  • Aus welchem Grund? Macht es überhaupt einen Unterschied, wenn die Daten sowieso durch die amerikanische NSA-Leitung durchfließen? Fragen über Fragen…

    • Warum sind die schnellsten Kommentare nur so häufig auch die dümmsten?

      —————
      –> EFF’s 2015 Data Privacy Report: „WHO HAS YOUR BACK?“ (Q: techcrunch)
      The EFF has awarded nine companies a full complement of stars … The nine are: Adobe, Apple, Credo, DROPBOX, Sonic, Wickr, Wikimedia, WordPress.com, and Yahoo.

      The nine companies are commended for the FULL COMPLEMENT OF PRO-PRIVACY AND TRANSPARENCY POSITIONS, as well as — this year — for taking a public stance in defense of encryption.
      —————

      Die Wahrheit ist allerdings oft nicht so bequem wie das schnelle Vorurteil.

  • Ich konnte nicht heraus lesen, warum ein US Unternehmen seine Daten in GER ablegen will. Liegt es an den Gesetzen, der Sicherheit oder gar an Kosten?
    Danke für Antworten.

    • Ich vermute(!) mal, dass das eine Reaktion auf den Datenschutzskandal bezüglich USA und NSA ist. Dropbox war diesbezüglich sehr harsch in der Kritik und hatte wohl mit Folgen zu kämpfen. Ob DE nun eine gute Wahl ist, wage ich nicht zu beurteilen.

    • Ich denke das hat nichts mit Datenschutz zu tun, es gibt einige amerikanische Unternehmen, auch große Banken, welche ihre Daten hier in Deutschland lagern, ein gern genutztes Sicherheitsgebäude stet ihn Frankfurt im nördlichen Industriegebiet.
      Wenn man davor steht denkt man, bevor ich da rein komme bin ich tot. Ich weiß aus Bekanntenkreisen dass dort Daten der deutschen Bank und der Citi Bank lagern. Der Citi Bank gehört der Laden. Ist also alles fest in amerikanischer Hand. Warum man meint hier die Daten zu lagern weiß ich allerdings nicht.

  • Es ist ohnehin nicht verständlich, warum nicht alle cloud-Anbieter nach Deutschland kommen und den Datenschutz hier als die Werbung schlechthin verwenden ?

  • Hätten die US Behörden nicht trotzdem legal Zugriff auf die Daten weil Dropbox seinen Hauptsitz in der USA hat?

  • Die amerikanischen Behörden mögen vielleicht noch Zugriff auf die Daten haben, bin mir da aber nicht sicher, aber Firmen und Geschäftskunden verstoßen dann nicht mehr gegen EU Datenschutzgesetze, wenn die Daten auf Servern innerhalb Deutschlands gespeichert werden anstatt, wie bis jetzt außerhalb der EU.

    • Sobald sie aber Daten einfach mal an die USA weitergeben, z. B. weil NSA und Co darum „bitten“, verstoßen sie doch wieder gegen EU Datenschutzgesetze.
      US-Firmen die datenrelevante Dienste in der EU anbieten, können ohne Tricks nicht rechtskonform arbeiten. Sie könne sich nur aussuchen, gegen *welches* Recht sie verstoßen. Und da sind ihnen normalerweise EU Bürger total egal. Insbesondere, weil EU Bürgern der Klageweg in den USA versperrt bleibt (US-Bürger können hingegen in der EU klagen).

  • Ich nehme mal an das hat mit der Aussetzung der Safe Harbor Regelung durch den europäischen Gerichtshof zu tun. Momentan gibt es nach EU Recht keine rechtliche Grundlage, die sich nicht in einer Grauzone befindet, um Daten von EU Bürgern in die USA zu transferieren. Momentan gibt es Verhandlungen zu einer neuen Regelung, die meiner Meinung nach aber nicht sehr aussichtsreich sind, solange die USA den Patriot Act (uneingeschränkte Einsicht auf private Daten durch den amerikanischen Sicherheitsdienst) auf EU-Daten anwenden wollen. Wenn die Schonfristen der Datenschutzbehörden der EU-Länder auslaufen drohen US Unternehmen bei einer Klage (vermutlich hohe) Schadensersatzzahlungen, wenn sie Daten von EU Bürgern in die USA transferieren. Dem will Dropbox vermutlich vorbeugen.

    Endlich gibt es mal einen Richter mit Eiern beim EuGH, der sich der Sache annimmt… :) Kann nur gut für das europäische Datenschutzrecht sein.

    • Es gibt beim EUGH keine Richter „mit Eiern“.
      Der EUGH hat blind wie immer entschieden. Der Unterschied war lediglich, dass das in Auftrag gegebene Gutachten zu dem Ergebnis kam, dass Safe Harbour nicht gegeben ist. Entsprechend konnte der EUGH nicht anders entscheiden, was er vor dem Hintergrund des Glaubens der EU-Kommission an Safe Harbour nur mit Zähneknirschen tat.

  • Besser schleust man eine Wanze nicht ein…

  • Dropbox nutzt Amazon AWS und die stehen in Irland, Frankfurt und bald auch England. Bei AWS kann man sagen, dass Daten von europäischen Nutzern nur in der EU bleiben sollen und soweit ich weiß, macht das Dropbox auch – kann sein, dass die zusätzlich noch mal weltweit/in die USA gespiegelt werden. Oder Dropbox will in Europa eigene Rechenzentren aufbauen.

    Im Grunde ist das auch egal, denn die europäischen oder deutschen Datenschutzbestimmungen sind grundsätzlich nicht viel anders als die der USA. Na klar will keiner, dass das FBI seine Daten durchschnüffelt, aber die können das auch nur nach einem richterlichen Beschluss. In Deutschland hat die Bundespolizei auch Zugriff nach einem richterlichen Beschluss. Und dass an die heranzukommen super leicht ist, sieht man ja in der Vergangenheit des öfteren (bspw. die Streaming-Abmahnungen, die sich erst nach Wochen als falsch herausgestellt haben, oder wo die Polizei in Leipzig nach einer Demonstration pauschal einfach mal das komplette Mobil-Netz eines Stadtteils überwachen ließ, oder man schaue sich mal die Transparenz-Bereichte von Posteo an, mit welchen hanebüchenen Forderungen die normale Polizei kommt, oder die Zusammenarbeit von Telekom & Co. mit den Geheimdiensten ohne jegliche rechtliche Grundlage).

    Da ich statistisch gesehen eher mit dem deutschen Gesetz in Konflikt gerate, wäre mir eine Lagerung meiner Daten auf US-Servern lieber, weil dann ein kleiner Staatsanwalt viel mehr Aufwand hätte, an die Daten heranzukommen. Ich denke, meine Daten sind im Ausland sicherer als bei deutschen Unternehmen.

    Gut, ist eh alles nur Theorie, denn meine wichtigen Daten sind verschlüsselt, auch meine persönliche Kommunikation. Ich will einfach nicht unter falschen Verdacht kommen, bloß weil deren Algorithmen versagen. Seitdem ich seit 10 Jahren bei jedem Flug in und durch die USA automatisch in „Advanced Security Scans“ geleitet werde, bin ich da etwas vorsichtiger geworden.

  • Wenn Dropbox in Deutschland ein Rechenzentrum betreibt und dort Daten ihrer Kunden speichert, dann benötigen sie dafür selbstverständlich eine eingetragene Unternehmung nach deutscher Rechtsform. Da spielt es keine Rolle dass das Headquarters in den USA sitzt. Ab diesem Moment gilt ausschließlich das Deutsche BDSG und Amerikanische Behörden haben keinen direkten Zugang zu den Daten. In den USA kann jederzeit und ohne richterlichen Beschluss unter Berufung auf den Homeland Security Act auf alle gespeicherten Daten auf Amerikanischem Boden zugegriffen werden. Das ist ein Fakt! Ich begrüße diesen Schritt von Dropbox ausdrücklich und würde mir wünschen, sie bieten das auch für Privatkunden an.

  • Mich hat der Verein sowieso gesehen :D
    Einfach nicht transparent genug und teuer ist es auch
    Besser eine Owcloud gehostet…allein vom Funktionsumfang um Welten schöner gelöst

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