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Auf dem Mac: GPS-Positionsdaten aus iPhone-Fotos entfernen

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Habt ihr die Ortungsdienste eures iPhones nicht systemweit deaktiviert, speichert die Bord-Kamera des Apple Handys eure aktuellen GPS-Positionsdaten bei jedem Tap auf den Auslöser im sogenannten Exif-Header eurer Schnappschüsse. “Exif”, dass ist die Abkürzung für “Exchangeable Image File Format” und kann sich am besten als eine Art Notizzettel vorgestellt werden, der neuen Fotos automatisch mit auf den Weg gegeben wird. Neben den Geo-Koordinaten sind hier die Kamera-spezifischen Metainformationen abgelegt, die über Brennweite, Belichtungszeit, Blendeneinstellung, Datum und Uhrzeit der Momentaufnahme informieren und unter anderem iPhoto dabei helfen die Sortierung des eigenen Foto-Archivs zu vereinfachen.

Will man seine Fotos nun aber aus der Hand geben, kann das Entfernen der Exif-Daten durchaus angebracht sein. Nicht jeder eBay-Nutzer muss euren genauen Wohnort kennen, nicht jede Polizeistation muss wissen wo das zur Beweissicherung eingesammelte Foto geschossen wurde. Wir erinnern uns an den Fall McAfee.

Auf dem Mac bietet sich der Einsatz des Droplets “cleanGpsFromExif.app” von Nathan Henrie an. Auf der Mini-App lassen sich beliebig viele Fotos ablegen die Anschließend – ein schönes Alleinstellungsmerkmal – ausschließlich von den Positionsdaten befreit werden, die Kamera-Informationen zu Blendeneinstellung und Co. aber nach wie vor beibehalten.

Bevor ihr die “cleanGpsFromExif.app” nutzen könnt ist die Installation der quelloffenen Programm-Bibliothek ExifTools notwendig. Der keine System-Helfer versorgt euren Rechner mit den nötigen Werkzeugen, die zum Bearbeiten der Metadaten vorausgesetzt werden. Anschließend könnt ihr ausgewählte Bilder einfach auf der “cleanGpsFromExif.app” ablegen und dann weitergeben ohne den Standort der Fotoaufnahme preiszugeben.

Anzeigen lassen sich die Geo-Positionen eurer Bilder auf dem Mac mit iPhoto, aber auch mit Vorschau: Öffnet dazu den Menupunkt “Werkzeuge” -> “Informationen einblenden”. Wählt im jetzt angezeigten Fenster das “I” und jetzt den Tab “GPS”. Eine kleine Weltkarte visualisiert den Standort.

Diskussion 19 Kommentare.
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  1. Naja, dazu muss ich schon viel Dreck am Stecken haben um das zu verstecken oder einfach schon leicht Paranoid.

    Wieso sollte ich überhaupt ein Foto hergeben auf dem ich NICHT möchte das jemand erkennt wo es gemacht wurde? Ich würde sogar sagen die Fotos die ich zeige kann man meist sogar offensichtlich am Motiv erkennen wo es gemacht wurde.
    Ok, wer private Aktfotos von sich zuhause macht und in Netz stellt, für den mag das noch interessant sein, aber sonst wird es für den normal-nicht-paranoiden Bürger eher unwichtig.

    — Jason Lee
    • Na ja, das ist schon bedenkenswert, es gibt genug normale Situationen, wo man gerne die Daten entfernen würde. Denkt mal an den Makler, der nicht die Adressen der Wohnungen an alle weitergeben will, oder an Privatverkäufe mit einem Photo der zu verkaufenden Dinge. Oder auch Photos von schützenswerten Pflanzen oder Vogelnestern. Bei Facebook werden im Rahmen des Uploads zum Glück diese Infos entfernt.

      — Andreas
    • Ok, es gibt durchaus ein paar Nischenbereiche wo man das nicht will, aber genau dafür kann man ja einfach das Geotagging abschalten. Da wird für ein Problem eine Lösung geschaffen was eigentlich gar kein Problem ist…

      — Jason Lee
      • Es wird für einen Zustand eine Zustandänderungsmöglichkeit geschaffen für alle, die sich diesem Zustand bewusst sind und ihn ändern möchten…

        — Xavier Popavier
  2. Wer auch damit Leben kann, dass alle Exif-Daten verschwinden, der braucht nur diesen Befehl per Terminal eingeben:

    convert “/pfad/zum/foto.jpg” -strip “/neuer/pfad/zum/foto_neu.jpg”

    z.B.

    convert ~/Desktop/IMG_001.jpg ~/Desktop/1.jpg

    PS: Man kann das jeweilige JPEG auch ins Terminal ziehen, dann wird der Pfad automatisch eingefügt.

    — Stefan
  3. Danke, guter Tipp!

    Wer seine eBay-Auktionen mit einem speziellen Tool einstellt, kann auf das manuelle entfernen der Positionsdaten evtl. verzichten. Selbst getestet habe ich das nur mit iSale, das Programm entfernt vor dem Upload automatisch die exif-Daten aus den Auktionsbildern. Könnte mir vorstellen, dass andere Tools (z.B. GarageSale) das ähnlich handhaben.

    — Marks
  4. Warum nicht einfach in iPhoto entfernen? Praktischerweise tauchen die Bilder des iPhones dort ja auch direkt ium Photostream auf.

    — Habakuck

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