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Apple-PR: Wir haben fünfzehnjährige Chinesen eingestellt

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19 Kommentare 19

index_icon_beyond20090121.jpgMachen wir uns nichts vor: Der Kauf eines iPads für $499 wäre ohne den Einsatz schlecht bezahlter Billiglohnarbeiter aus Fernost wahrscheinlich nicht zu realisieren. Warum wir uns diesbezüglich keine Gedanken machen sollten, versucht Apple nun in dem heute veröffentlichten „Supplier Responsibility Progress Report 2010“ zu erklären. Dem klassischen Marketing 1-mal-1 folgend, präsentiert die Webseite zur selbstkritischen Analyse zufriedene Chinesen, das 24 Seiten starke PDF (Direkt-Download), zahlreiche nette – und vor allem grüne – Grafiken.

Kurz zusammengefasst:

  • Im Jahr 2009 überprüfte Apple 102 Fertigungsstätten und schulte 133.000 Mitarbeiter. Demgegenüber stehen 39 überprüfte Fertigungsstätten und 2000 geschulte Mitarbeiter im Jahr 2007.
  • 27% der überprüften Fertigungsstätten hielten sich nicht an die von Apple festgelegten Antidiskriminierungsrichtlinien, 54% missachteten die Einhaltung der maximalen Arbeitszeit, knapp 30% ignorierten die vorgeschriebenen Arbeitsschutz-Richtlinien.
  • Im Jahr 2009 stellte Apple 17 grobe Verstöße gegen die, sich selbstauferlegten, Arbeitnehmer-Schutzvorkehrungen fest.
  • So wurden in mehreren Fertigungsstätten erst fünfzehnjährige Arbeiter eingestellt, drei Werke entsorgten umweltschädliche Materialien nicht vorschriftsmäßig.
  • In mehr als 40 Werken wurden Überstunden unzureichend vergütet oder im Rahmen von Disziplinarmaßnehmen einbehalten. 62 Arbeitsstellen diskriminierten die ihnen zugewiesenen Bewerber.
Mittwoch, 24. Feb 2010, 1:30 Uhr — Nicolas
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  • Erfrischend hier auch mal die schlechten Zahlen zu lesen. Auf den anderen Blogs loben sie den Report ja durch die Bank.

    • Bin auch sehr erstaunt, das auch neagtive Sachen erwähnt werden. Das zeigt das nicht immer alles so gut ist und läuft wie man es geplant hat.

      • Es wurde schon früher im Web geschrieben das es wie oben dargestellt Probleme gab aber auch noch einige andere was zu Absatz Problemen in den USA führte was Apple dann zum Umdenken zwang es wurde aber auch erwägt das einige sich daran störten das es nicht Made in USA war bzw.wurde noch erwähnt das die Qualität schlecht war ob das jeztz den teuren Preis rechtfertigt ??

  • DasFragezeichen

    Konsequenzen? Achja, der Preis zählt… („Machen wir uns nichts vor.“) -.-

  • echt übel wie grün das alles ist :D

  • Machen wir uns mal nix vor…
    Selbst wenn wir davon ausgehen würden dass DIESE Zahlen geschönt wären, würden wir doch in Leichenbergen ersticken…!
    Natürlich nur unter der Vorraussetzung das andere Großunternehmen ihre Leichen mal vor die Tür legen und den „kleinen Leuten“ präsentieren!!!

    Daher schön diese Selbstkritik hier ml zu lesen

    • Das ist keine Selbstkritik im eigentlichen Sinne sondern eher eine Art „wir gebn zu, es ist nicht alles so gelaufen wie wir uns das vorgestellt hatten, aber bevor uns jemand deswegen anklagen sollte machen wir vorher erstmal klarachiff mit geschönten zahlen.“

  • Mich würde interessieren was eine Produktion in USA oder Eiropa wirklich kosten würde.

    Die Firma in der ich arbeite hat auch mehrmals versucht in Cina oder Indien zu fertigen. Ea wurde immer wieder aufgegeben und man hat jetzt komplett Abstand davon genommen, weil die Qualität nicht passte und die Kosten nicht geringer waren als in Deutchland!

    Ich habe schon ein schlechtes Gewissen Apple aus China zu kaufen.

    • Ich bin mir sicher, wenn du ein Produkt aus dem Hause Apple hast, kommt es aus China oder einem anderen Billiglohnland. Und nun?
      Nennt sich global sourcing, ohne dessen unser aller Leben unbezahlbar wär. Natürlich muss auch hier die Preis/Leistung stimmen aber durch entsprechendes QM schafft Apple dies. Zumindest kann ich mich nicht an irgendwelche Probleme entsinnen. Im Gegenteil, überall wird die edle Verarbeitung gelobt…
      Da muss man Abstriche in Kauf nehmen

      • Das ist doch alles dummes Gewäsch. Es ist interessant zu sehen wie toll es alle finden, dass Apple mal ein paar „pseudo-negative“ Zahlen veröffentlicht. Und ob etwas in Billiglohnländern wie China produziert wird, hängt unter anderem auch vom kalkulierten Gewinn eines Produkts ab. Wenn Apple nicht 300-400 Euro Gewinn bei einem iPhone einfahren „müsste“, wäre eine Produktion auch woanders möglich. Letztendlich geht es auch bei Apple nur darum viel viel viel Gewinn zu erwirtschaften. Und sowas funktioniert langfristig nur mit einem positiven Image in der Öffentlichkeit, was unter anderem durch „wir sind sooo grün“ und „wir sind sooo sozial“ funktioniert.

  • Machen wir uns nichts vor:

    jede Firma beutet ihre Mitarbeiter aus. Zumindest in der heutigen Zeit vermehrt aus Kostengründen. Und so eine Art Selbstkritik zu lesen, Auch wenn die Zahlen verschöbt wurden oder nicht, spricht doch zumindest dafür, dass Apple (relativ) ehrlich ist.

    Mittlerweile produzieren so viele im Ausland. Ganz krass fand ich die Geschichte mit den deutschen Fernseher Made in Germany, der dann doch zu 99% in China gebaut wurde. Also die haben alles gefertigt, zusammen gebaut, getestet und wieder ein Teil ausgebaut.
    Dieses Teil wurde in Deutschland wieder eingebaut und dadurch durfte das Made in Germany Siegel drauf.

    Ich sag ja, Ehrlichkeit und die Qualität ist auch gut. Schaut euch doch mal an wie Jeans hergestellt werden. Teilweise wird jeder Arbeitsschritt in einem anderen Land gemacht. Da ist das Kerosin billiger als alles ab einen Standord zu machen.

  • Kinderarbeit ist nicht gleich Kinderarbeit. In manchen Ländern ist es nicht nur üblich, sondern auch unbedingt notwendig, dass Kinder nicht nur im Haushalt sondern auch in der häuslichen Manufaktur mitarbeiten. Ich habe Kinder gesehen, die in kleinen Teppichmanufakturen mitarbeiteten. Dabei machten Sie nicht den Eindruck als würde man sie dort missbrauchen. Im Gegenteil hier arbeitete die ganze Familie an dem Teppich. Sicherlich mag es Manufakturen geben, die anders sind.

    Das war in Nepal. Dann bin ich weitergeflogen und habe Kinder gesehen, die Steine für den Strassenbau geschleppt haben. Das war schon heftiger.

    Und dann gibt es dort noch Kinder, die haben gar keine Arbeit – die verhungern oder müssen sich prostituieren.

    Daher muss man ganz vorsichtig sein, wenn man Kinderarbeit pauschal verbietet. Es kann zur Folge haben, dass es den Kindern noch schlechter geht.

    • rofl … weils den kindern danach noch schlechter geht, soll man also kinderarbeit gutheißen … omg wie verkommen die moral in der westlichen welt schon ist, echt erschreckend :( bist vielleicht mal auf die idee gekommen, dass man denen da helfen könnte, dass alle kinder nicht arbeiten müssen? nö sicherlich nicht, hauptsache dir gehts gut ;)

      • Fetti,

        wie verkommen wir doch in der westlichen Welt sind wenn wir glauben darüber zu urteilen müssen, wenn Kinder in der heimischen Manufaktur mitarbeiten.

        Fakt ist doch, dass wir ausser das wir in Bildung investieren, nichts dagegen machen können. Wenn wir einfach verbieten, dass diese Kinder arbeiten, dann werden sie sich prostituieren. So einfach ist das.

        Das heißt nicht, dass ich es gut heisse, wenn Kinder schwere Arbeiten übernehmen, dass sie dadurch Schaden erlangen. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass dies durchaus auch in Europa (wenngleich schon ein paar Jahrhunderte zurück) üblich war, dass Kinder mithelfen.

  • 15jährige sind doch keine Kinder mehr. Die Hauptschule ist beendet, wo oder was sollen sie arbeiten, wenn sie nicht auf der Straße landen sollen und aus Frust oder Langeweile Rentner erschlagen

    • Meine Ausbildung begann 1970 mit 16. Was sind das für Kinder die mit 15 heiraten und eine Familie gründen?? Kinderarbeit 100% nein aber das war wohl keine

  • Also mit 15 hab ich auch schon gejobbt. Hätte gerne mehr gemacht, aber durch die Gesetzgebung war es mir verboten… Natürlich ist das nicht vergleichbar, aber es kommt auch auf die bedingungen an unter denen die „Kinder“ arbeiten müssen. Wie schon in vorherigen Posts gesagt gab es das früher in Europa auch und bevor sich irgendwelche Kinder prostituieren (und in dem Zusammenhang hat Kind noch eine ganz andere Bedeutung) ist das noch eine bessere variante. Und wenn es jetzt um die westliche Verkommenheit geht: wie willst du denn helfen? Immer weiter Geld hinschicken? Hilfe zur Selbsthilfe und dann zurückziehen und sich selbst überlassen. Mehr kann man nicht machen.

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